22.08.2014 - 00:00 Uhr
PfreimdOberpfalz

Am 20.September Aufstellungsappell des neuen Gebirgspanzerbataillons 8 - Tag der offenen Tür Aufwertung der Oberpfalzkaserne

Dem Panzerbataillon 104 stehen heuer noch zwei Großereignisse bevor, ein Teil der Soldaten ist dann im nächsten Jahr "Standby" für den Kosovo-Einsatz und einzelne Soldaten werden möglicherweise wieder in Afghanistan gebraucht.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Der neue Kommandeur der Panzerbrigade 12 Oberpfalz in Amberg, André Bodemann, machte zusammen mit stellvertretendem Brigadekommandeur, Oberst Jochen Schneider, dem Kommandeur der Oberpfalzkaserne, Oberstleutnant Christian Gnerlich und dem Oberstleutnant der Reserve, Oliver Dellschau, einen Antrittsbesuch im Rathaus. Das hatte einen guten Grund.

Hochrangiger Gast

In Pfreimd wird das neue Gebirgspanzerbataillon 8 aufgestellt (siehe Kasten). Zum Aufstellungsappell am 20. September um 14 Uhr auf dem Pfreimder Marktplatz kommt der stellvertretende Divisionskommandeur und Kommandeur der Divisionstruppen der Division Süd aus Veitshöchheim, Brigadegeneral Ernst-Otto Berk, nach Pfreimd. Er übergibt Oliver Delschau das Kommando samt Truppenfahne. Stellvertretender Brigadekommandeur Jochen Schneider freute sich, dass es in Zeiten der Reformen nicht um Abbau geht: "Wir stellen in der Oberpfalzkaserne einen neuen Verband auf." Kommandeur Christian Gnerlich ist stolz auf diese Aufwertung des Standortes Pfreimd.

Tags darauf, am 21. September, öffnet die Oberpfalzkaserne dann ihre Tore für den Tag der offenen Tür. Action, Vorführungen, Musik und Verpflegung - "beim letzten Mal wurden wir von den 8000 Besuchern nahezu überrannt", so Gnerlich. Öffentlichkeitsarbeit sind ihm und Oberst Bodemann wichtig. Seit dem Wegfall der Wehrpflicht muss man sich verstärkt um öffentliche Präsenz bemühen, auch im Sinne der Nachwuchswerbung.

André Bodemann skizziert die nächsten Herausforderungen in der Brigade 12: Neben Ausbildung und Zertifizierung geht es wieder in den Einsatz. Von den 4500 Soldaten schätzungsweise rund 1300 Mann. Im zweiten Halbjahr 2015 verlegt ein Teil in den Kosovo. Noch ein Fragezeichen steht hinter Afghanistan. Je nach Situation - das Abkommen mit den USA ist noch nicht unterzeichnet - werden die Soldaten afghanische Sicherheitskräfte ausbilden und beraten. In die Türkei werden Bundeswehrsoldaten der Brigade zur Sicherheit der Nato-Partner abgestellt und in Mali ist man auf dem Ausbildungssektor tätig.

Im Standort Pfreimd sind 120 Soldaten von Mitte Juni 2015 bis Weihnachten "Standby" für das Kosovo. Sie werden aber auch zu Übungszwecken auf den Balkan verlegt. Einzelabstellungen kommen für Afghanistan in Betracht. "Das ist auch für Mali nicht auszuschließen", so Bodemann. Orientieren wird sich das an den individuellen Befähigungen und dem Anforderungsprofil.

Größter Arbeitgeber

Bodemann freut sich über das gute Verhältnis der Oberpfälzer Bevölkerung zu den Soldaten: "Das ist nicht überall in Deutschland so". Die Bundeswehr ist auch ein Wirtschaftsfaktor für Pfreimd. Laut Gnerlich werden in den nächsten zehn Jahren rund 20 Millionen Euro in die Infrastrukturverbesserung des Standortes investiert. Zur Freude von Bürgermeister Richard Tischler: Ein erheblicher Teil der Aufträge geht an Firmen in der Region. Die Oberpfalzkaserne ist zudem mit 960 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Stadt. Zum Abschluss trugen sich die Vertreter der Bundeswehr ins Gästebuch der Stadt ein.

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