Haus wird ab 1. November bezogen - Stadt kann erst mit Angeboten reagieren, wenn sie weiß, wer ...
Platz für 16 Asylbewerber

Lokales
Pfreimd
28.08.2014
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Die Unterkunft kann ab 1. November bezogen werden. Dann werden bis zu 16 Asylbewerber in der Stadt Pfreimd untergebracht.

Das Landratsamt Schwandorf hat im Lohweg ein Wohnhaus als Asylbewerberunterkunft angemietet. Ab 1. November finden dort bis zu 16 Flüchtlinge Aufnahme. Damit stehen insgesamt 26 Unterkünfte für 220 Menschen zur Verfügung.

Ab welchem Zeitpunkt die Unterkunft genau genutzt wird und aus welchen Herkunftsländern die Asylbewerber kommen, steht bislang nicht fest. "Dies wird jeweils kurzfristig durch die Erstaufnahmeeinrichtungen entschieden, von denen aus die Menschen nach einem festen Verteilungsschlüssel an die Städte und Landkreise weitergeleitet werden", heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes. "Die Verantwortlichen am Landratsamt Schwandorf und der Bürgermeister der Stadt Pfreimd vertrauen darauf, dass die Asylbewerber bis zum Abschluss ihres Verfahrens in Pfreimd freundlich aufgenommen werden und sich dort, wie an vielen anderen Standorten von Unterkünften, ein Unterstützerkreis bildet, der den Menschen in ihrer schwierigen Situation zur Seite steht."

"Wir können uns eigentlich nicht vorbereiten, da wir nicht wissen, wer kommt", so Bürgermeister Richard Tischler, der am Mittwoch in einem Gespräch vom Landratsamt unterrichtet wurde. Tischler denkt an so praktische Sachen wie die Integration schulpflichtiger Kinder. Sprachpaten werden hilfreich sein. Asylbewerber haben einmal im Monat wegen Verzehrscheinen und Taschengeld zum Landratsamt nach Schwandorf zu fahren. "Sie müssen wissen, wie sie mit Zug oder Bus dort hin gelangen". Tischler hat auch kurzerhand Stadtbroschüren ans Landratsamt geschickt. Wer kommt, soll wenigstens erfahren, wo er hinkommt.

Die Kommune könne erst Unterstützung - eventuell in Zusammenarbeit mit der Familienbeauftragten oder der Nachbarschaftshilfe - bieten, wenn feststehe, wer und welche Nationalitäten in der Stadt untergebracht werden. Man werde wohl von einem Jahr ausgehen müssen, schätzt Tischler.

Er ist zuversichtlich, dass die Pfreimder "damit umgehen können". Aus der unbekannten Situation heraus werde wohl bei manchen Bürgern auch eine gewisse Vorsicht mitschwingen. "Wir wollen gute Gastgeber sein", betont Tischler. Die Stadt werde zu gegebener Zeit mit entsprechenden Angeboten reagieren .
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