27.03.2004 - 00:00 Uhr
PfreimdOberpfalz

Plan des Hochbauamtes für neues Garagenhaus neben dem Kloster in der Kritik "Das schaut ja furchtbar aus"

von Claudia Völkl Kontakt Profil

"Das schaut ja furchtbar aus". Der Einschätzung von Christa Braun schloss sich der Stadtrat an: Auf dem Tisch lag der Plan des staatlichen Hochbauamtes für ein Garagenhaus, das als Ersatz für das abgebrochene Klosternebengebäude errichtet werden soll. Der Stadtrat hatte seine Stellungnahme abzugeben.

Über den Abbruch des denkmalgeschützten Nebengebäudes waren sich Hochbauamt und Stadt einig. Zum einen können so Garagen für das Kloster gebaut werden, zum anderen wird durch das Zurücksetzen des neuen Komplexes die Engstelle beim Kloster entschärft. Das Garagengebäude sollte wieder einen arkadenförmigen Durchgang für Fußgänger erhalten. Stadt und Architekt Günter Naumann favorisieren eine historisierende Variante mit Bogenöffnungen.

Was nun auf dem Tisch des Rathauses lag, hatte damit nichts zu tun. Ein rechteckig ausgebildeter Komplex, zur Straße hin mit Holzlamellen verkleidet, soll entstehen. Das Hochbauamt wählt diese "moderne, zurückhaltende Formensprache", um nicht in Konkurrenz zum Denkmal "Kloster" zu treten. Für die Stadträte war diese Begründung "nicht nachvollziehbar". Einem Privatmann würde eine derartige Planung nicht genehmigt. Einhellig wurde der vorgelegte Entwurf aus städtebaulichen Gründen abgelehnt. Die ganze Ortsansicht würde damit verändert. Und schließlich habe sich auch das Staatliche Hochbauamt an die Gestaltungssatzung der Stadt zu halten. Bürgermeister Albert Maier verwies zudem darauf, dass der Bau den Abschluss der Freyung dokumentiere. Letztendlich lehnte der Stadtrat die geplante Variante entschieden ab. In einem Gesprächstermin mit dem Hochbauamt soll das Thema nochmals erörtert werden.

Hans Müller und Christa Braun stellten abschließend fest, dass der momentan freie Blick auf das Kloster sehr reizvoll sei. Doch gerade das verführe auch die Autofahrer aufs Gaspedal zu treten, gab Bürgermeister Meier zu bedenken. Mit dem Wiederaufbau des Gebäudes sollte eine optische Barriere geschaffen werden.

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