Seniorenbeauftragter bietet Führung durch den "Steuerdschungel" an
Immer mehr Rentner zahlen

Immer mehr Rentner müssen Steuern zahlen. Zu diesem brisanten Thema hatte Seniorenbeauftragter Helmut Butz (rechts) den gefragten Fachmann Rudolf Pirzer als Referenten eingeladen. Bild: dma
Lokales
Pfreimd
15.04.2013
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"Durchblick im Steuerdschungel" - ein Thema, das nicht nur Erwerbstätige sondern auch Rentner betrifft. Im Zuge der Veranstaltungen für Senioren hatte Seniorenbeauftragter Helmut Butz den Diplom-Verwaltungswirt Rudolf Pirzer eingeladen, der seit rund drei Jahrzehnten im Lohnsteuer-Team von Verdi mitarbeitet und als einer der gefragtesten Fachleute gilt, wenn es um Steuerfragen geht. Pirzer informierte umfassend über die Besteuerung von Alterseinkünften, Steueränderungen und Lücken in der Zinsbesteuerung.

Helmut Butz freute sich über die vielen Rentner, deren zahlreiches Erscheinen vom großen Interesse an dieser Thematik zeugte. Der Seniorenbeauftragte ging zunächst auf die vielfältigen Themenbereiche ein, die in insgesamt 35 Veranstaltungen für Senioren behandelt wurden, darunter der gesamte Bereich der Pflege, seniorengerechtes Wohnen, Demenzerkrankungen oder Erbrecht. Auch auf das von Peter Woelky ins Leben gerufene Projekt der Nachbarschaftshilfe, für das im letzten Jahr die AWO die Trägerschaft übernommen hat, sei gut angelaufen, und weitere ehrenamtliche Helfer sind jederzeit willkommen. Viele dieser Leistungen geschehen still und ohne großes Aufsehen, betonte er, wobei Diskretion, Wahrung des Datenschutzes sowie der Persönlichkeitssphäre selbstverständlich sind.
Wann müssen Rentner eine Steuererklärung abgeben? Dies wäre nur nötig, so Pirzer, wenn bestimmte Kriterien erfüllt seien, die auf eine Überschreitung des Grundfreibetrages schließen lassen. Für Neurentner steige der steuerpflichtige Anteil der Rente und so erhöhe sich auch das zu versteuernde Einkommen, was zur Folge hat, dass immer mehr Rentner Steuern zahlen müssten. Das 2005 eingeführte Gesetz sieht in der 35-jährigen Übergangsphase vor, den steuerpflichtigen Anteil der Rente des Jahres 2005 von 50 jeden neu hinzukommenden Rentnerjahrgang bis zum Jahre 2020 jährlich um zwei Punkte auf 80 Prozent und anschließend jährlich um einen Punkt auf 100 Prozent im Jahr 2040 zu steigern.

Der steuerpflichtige Anteil der Rente minimiere sich jedoch durch Werbungskosten, Versicherungsbeiträge oder Sonderausgaben. Der steuerfrei bleibende Teil der Jahresbruttorente wird in dem Jahr, das auf das Jahr des Rentenbeginns folgt, ermittelt und dauerhaft als jährlicher Freibetrag festgeschrieben.
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