13.02.2004 - 00:00 Uhr
PfreimdOberpfalz

Stadtrat schnürt 3,7-Millionen-Euro-Paket - Die dringlichsten Maßnahmen Bauprogramm mit Prioritäten

Ein Bauprogramm mit einem Volumen von 3 680 450 Euro: Lässt sich das bewältigen? Die Frage stellte Günther Strehl in der Stadtratssitzung in den Raum. Ob sich das Paket, das Stadtrat und Verwaltung geschnürt haben, auch in dieser Dimension schultern lässt, wird die Etatberatung am 10. März zeigen.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Um sich einen gewissen Spielraum zu bewahren, wurden die Maßnahmen mit einer Prioritätenskala von eins bis drei versehen: unbedingt zu realisieren, kann verwirklicht werden, kann "geschoben" werden. Erste Priorität haben Aufstockung und Flachdachanbau am Rathaus mit 200 000 Euro. Auf Anregung von Günther Strehl sollen die Kosten inklusive Aufzug ermittelt werden. Strehl hätte es gerne gesehen, wenn das Projekt nochmals zugunsten eines Leichenhaus-Neubaus zurückgestellt worden wäre. Für dieses Vorhaben finden sich heuer 3000 Euro Planungskosten im Etat.

Neue Drehleiter

520 000 Euro: Ein großer finanzieller Brocken wird die neue Drehleiter der Pfreimder Feuerwehr. "Wir werden heuer oder nächstes Jahr nicht drum herum kommen", so Bürgermeister Albert Maier. Die nächste TÜV-Abnahme sei fraglich. Die Bedarfsmeldung ist bereits gemacht. Vom Freistaat sind 161 350 Euro zu erwarten, vom Landkreis 48 400 Euro. Die Stadt möchte sich auch nach einem kostengünstigeren Vorführfahrzeug umsehen. Für eine Reparatur der alten Drehleiter werden vorsorglich 6 000 Euro bereit gehalten.

Nicht verschließen kann sich der Stadtrat wohl der Bitte von Pater Sebastian und der Kirchenverwaltung. Heuer steht die Sanierung der Eixlbergkirche St. Barbara an. Der erste Bauabschnitt wird 350 000 Euro verschlingen, die Zuschusshöhe von seiten des Bischöflichen Ordinariats wird 45 Prozent betragen. Keine Frage, auch die Stadt steht in der Pflicht, damit das Pfreimder Wahrzeichen erhalten bleibt. Die Höhe der Kostenbeteiligung muss noch diskutiert werden.

Unter "Förderung der Wohlfahrtspflege" steht der Rohbau für das BRK-Garagengebäude in der alten Kläranlage. Die Kosten in Höhe von 35 000 Euro werden sich durch Eigenleistungen des BRK reduzieren.

Thema Altstadtsanierung: Oberste Priorität hat die Entschärfung der Engstelle beim Kloster (50 000 Euro). Die Sanierung des spitaleigenen Gebäudes Marienplatz 2/Marktplatz 24 wird 100 000 Euro kosten. Einen festen Platz hat das kommunale Förderprogramm mit 50 000 Euro. Der Anteil der Stadt beläuft sich hierbei lediglich auf 40 Prozent. Mit 80 000 Euro schlägt die Neugestaltung der Schlachthausgasse (Verbindung Marktplatz/Turmmaurerhaus) zu Buche.

Für den Straßenunterhalt werden 90000 Euro eingeplant. 20 000 Euro kostet der Gehweg in der Bahnhofsstraße von der Bahn bis zur Brücke. Für die Erschließung des Gewerbegebiets an der Wernberger Straße ist ein Restbetrag von 48 000 Euro im Bauprogramm zu finden. 60 000 Euro wären für den Ausbau der Horchlerstraße vorgesehen gewesen. Daraus wird nun wieder nichts, da der Freistaat die Mittel für Kanalsanierungen gestrichen hat. Folglich muss auch der Straßenausbau warten. Deutliche Worte fand Bürgermeister Maier in diesem Zusammenhang für die Sparkonzepte des Freistaats zu Lasten der Kommunen. "Wie soll da die Wirtschaft in Schwung kommen, wenn alle ihre Mittel so drastisch zurückfahren?"

"Kein Luxus"

Das meiste Geld verschlingt die Abwasserbeseitigung: 1 425 000 Millionen fließen in den Kanalanschluss von Iffelsdorf. "Kein Luxus" ist laut Maier ein neuer Dienst-Pkw für den Bauhofleiter für 18 000 Euro. Sei altes Gefährt hat 19 Jahre auf dem Buckel. Bei der Haushaltsstelle "Wirtschaft" sind 140 000 Euro für die Erweiterung des Gewerbegebiets Kalvarienberg angesetzt. Für den "allgemeinen Grunderwerb" sieht die Stadt 50 000 Euro vor, werden bei Baumaßnahmen doch immer wieder Ausgleichsflächen benötigt.

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