Georg Pfannenstein wird am Sonntag 75 Jahre alt - Zwei Perioden im Bundestag
Eine starke Stimme für die Oberpfalz

Feiert am Sonntag seinen 75. Geburtstag: der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Georg Pfannenstein. Bild: cv
Politik
Pfreimd
02.03.2018
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Von Wilhelm Amann

Pfreimd. Politik bedeutete für Georg Pfannenstein immer: voller Einsatz für die Oberpfälzer Heimat und die Interessen der Arbeitnehmer, um das Beste für sie herauszuholen. Dabei sind die Erfolge nicht ausgeblieben. Auf sie kann der frühere Bundestagsabgeordnete zurückblicken, wenn er am morgigen Sonntag seinen 75. Geburtstag feiert.

Georg Pfannenstein kam in Weiden zur Welt und wuchs in Pfreimd auf. Er erlernte den Beruf des Elektrikers und absolvierte die Meisterprüfung. Seine politische Heimat fand er schnell bei den Sozialdemokraten. Bereits 1972 trat er der SPD bei, für die er Anfang der neunziger Jahre sein Engagement als Ortsvorsitzender in Pfreimd und dann auch als Schwandorfer Kreisvorsitzender und als Vorsitzender des Unterbezirks Schwandorf/Cham verstärkte. 1994 zog er über den Arbeitnehmerflügel der SPD in den Deutschen Bundestag ein. Für zwei Perioden saß er bis 2002 im Parlament, zunächst noch in Bonn, später in Berlin.

Er machte es sich zur Aufgabe, der Oberpfalz eine Stimme mit Nachdruck zu geben. Der Erhalt der Bundeswehrkasernen in seiner Heimatstadt Pfreimd und in der Nachbargarnison Oberviechtach sowie der Bau der A 6 und dabei eine landschaftsschonende Verlegung der ursprünglich geplanten Trasse bei Iffelsdorf zählten zu seinen großen Anliegen. Dabei gelang es ihm, sich richtig zu positionieren und die gesteckten Ziele zu erreichen.

Zusätzlich nahm Georg Pfannenstein das Amt des Kroatien-Beauftragten der Deutschen Bundesregierung an und leistete somit wichtige Verbindungsarbeit, die in dem größten Adria-Anlieger-Staat auch heute noch hoch geschätzt wird. Dadurch trug der Politiker aus der Oberpfalz auch dazu bei, den Kroaten den Weg zum EU-Beitritt im Jahr 2013 zu ebnen. Der Botschafter der Republik Kroatien, Miro Kovac, ehrte Georg Pfannenstein in Berlin mit dem "Orden des kroatischen Morgensterns".

Doch nicht nur der großen Bundespolitik galt Georg Pfannensteins Augenmerk. Als Stadtrat blieb er 18 Jahre lang immer der Kommune politisch verbunden, in der er mit Ehefrau Erika wohnt; als Kreisrat zählte er von 1990 bis 2014 zu den Säulen der SPD-Fraktion. Darüber hinaus setzte er sich für die Arbeiterwohlfahrt ein, speziell für den Bau und den Betrieb einer sozialpädagogischen Tagesstätte für sozial benachteiligte Kinder in Pfreimd. Beruflich bekleidete er das Amt des Betriebsratsvorsitzenden bei BHS in Weiherhammer; dadurch fühlte er sich auch immer der Gewerkschaftsarbeit in der IG Metall verpflichtet.

Der Staat dankte Georg Pfannenstein mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, die Stadt Pfreimd machte ihn zu ihrem Ehrenbürger. Den vielen Glückwünschen, die er zum Teil bereits heute am Vorabend des Geburtstages von den örtlichen Vereinen entgegennimmt, schließt sich die Lokalredaktion gerne an.
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