Stadtrat Pfreimd
Südostlink: Da hapert’s

Politik
Pfreimd
07.07.2017
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Ohne Strom geht nichts, auch nicht bei der Stadtratssitzung am Donnerstagabend. Nach den Antragskonferenzen ist die Stadt erneut zu einer Stellungnahme zum Südostlink aufgefordert. Erste Problemfelder sind bereits da.

Geschäftsleiter Bernhard Baumer informierte die Stadträte über den Verlauf des Vorzugskorridors und der ernsthaft zu prüfenden Alternativtrasse durch das Stadtgebiet. Die Vorzugstrasse, 1000 Meter breit, führt bei der A 6 Abfahrt Nabburg-West nordwärts ins Stadtgebiet Pfreimd, schwenkt nach Nessating und Döllnitz nach Nordosten ab und verlässt südlich des Autobahnkreuzes das Stadtgebiet.

Sogenannte Raumwiderstände sieht die Verwaltung bei Döllnitz. Die Grenzen der Naturparkzone seien zu beachten. Für den Eixlberg als exponiertes Bauwerk dürfe es keine negative Blickbeziehung geben. Fast unmöglich hält Baumer die Querung der Quellfassung Brunnstube, der Trinkwasserbrunnen für Pfreimd. Auch den Taleinschnitt und den Korridor bei Weihern sieht er als Raumwiderstände, sollte es auf Masten hinauslaufen.

Baumer unterstrich: "Der politische Druck geht ganz klar Richtung Erdverkabelung." Er empfahl, sich der Aussage von Landrat Thomas Ebeling anzuschließen: Bündelung mit dem Ostbayernring oder Ostbayernring als Trasse und Südostlink als Erdverkabelung. Bürgermeister Richard Tischler kündigte an, vor Ort noch einmal mit den Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier und Marianne Schieder sowie Tennet-Vertretern sprechen zu wollen. Er forderte die Räte auf, weitere Raumwiderstände zu melden.

Arbeit für Bauausschuss

Einiges an Arbeit bürdete der Stadtrat dem Bauausschuss auf, unter anderem einen Ortstermin auf der Hirtenstraße. Manfred Bruckner regte außerdem das Streichen von Rückwänden zweier städtischer Gebäude an. Das ist laut Bürgermeister ebenso Aufgabe des Bauausschusses wie das von Thomas Armer ins Gespräch gebrachte Schneiden von Hecken und Bäumen am Lohweg.

Der Pfarrgemeinderat soll sich nach den Worten Tischlers mit einem Weihwasserbecken in der Leichenhaus-Vorhalle befassen. Bruckner zufolge können in anderen Orten Bürger dort Weihwasser abholen. Bruckner wollte außerdem noch einmal klar stellen, dass der Stadtrat die Änderung der Öffnungszeiten der Sparkasse nicht gutheiße. Die Einschränkungen waren Thema in der Mai-Sitzung. Der Bürgermeister wies noch auf dem Baubeginn für den Urnenfriedhof am 12. Juli hin.
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