17.01.2016 - 19:12 Uhr
PfreimdSport

Futsal SpVgg Pfreimd spielt am besten Futsal

Nicht Titelverteidiger ASV Burglengenfeld und auch nicht Favorit SpVgg SV Weiden fahren nach Hallbergmoos: Überraschend löste mit der SpVgg Pfreimd ein Bezirksligaverein bei der Oberpfälzer Futsal-Bezirksmeisterschaft das Ticket für die "Bayerische" am Samstag, 23. Januar.

Martin Schuster von der SpVgg SV Weiden (links) erzielte im Vorrundenspiel gegen den FC Weiden-Ost das Tor zum 2:2-Ausgleich und kurz vor Spielschluss den 3:2-Siegtreffer. Nach einem 2:0-Halbfinalerfolg über den BSC Regensburg fand der favorisierte Bayernligist aber im Endspiel in der SpVgg Pfreimd seinen Meister. Bild: Ziegler
von Redaktion OnetzProfil

Vilseck. (gth) "Wir spielen einfach gerne Futsal", brachte Trainer Christian Most vom neuen Oberpfalzmeister das Erfolgsrezept seiner Mannschaft auf den Punkt. Und den Spaß am Hallenkick sah man nicht nur beim späteren Sieger. Die 33. Oberpfälzer Fußball-Hallenmeisterschaft der Herren um den Lotto Bayern Hallen-Cup bot nämlich ansprechendes Niveau. In den Partien war Tempo drin und die Akteure erzielten Treffer nach viel beklatschten Spielzügen. Packende Spiele, deren knappe Resultate die ausgeglichene Stärke der Teilnehmer wieder spiegelte, prägten die Bezirksmeisterschaft. Auch für Stimmung war gesorgt, vor allem wenn der BSC Regensburg auflief. Deren Anhängerschaft verwandelte die Vilsecker Sporthalle phasenweise in einen Hexenkessel.

Natürlich fielen auch Tore. 43 waren es bereits nach der Vorrunde, davon in der Meistergruppe allein 26. Dennoch war es in der Gruppe A die erwartet enge Kiste. Die SpVgg SV Weiden und der FC Weiden-Ost lieferten sich in einem internen Stadtduell zunächst ein Kopf-an-Kopf Rennen. Im direkten Aufeinandertreffen schenkten sich die beiden Teams keinen Millimeter. Schon nach fünf Minuten waren die "Freifouls" bei der SpVgg SV aufgebraucht. Bei den Toren sorgte Martin Schuster zehn Sekunden vor Schluss für den Siegtreffer und den Gruppensieg der Wasserwerks-Elf. Aber auch die SpVgg Pfreimd mischte trotz ihrer Auftaktniederlage im Kampf um den Halbfinaleinzug noch mit. Die Entscheidung um den zweiten Platz fiel somit im Duell des FC Ost gegen Pfreimd. Dem Bezirksligisten reichte das 2:2 für das Weiterkommen. Die SpVgg Illkofen hielt mit fünf Zählern tapfer dagegen, keinen Auftrag dagegen hatte der FC Kosova in der starken Gruppe.

"Wahre Liebe" lauert

In der Gruppe B marschierten der ASV Burglengenfeld und die SpVgg Vohenstrauß zunächst im Gleichschritt. Doch im Hintergrund lauerte die "wahre Liebe Regensburg", wie die Fans des BSC auf der Tribüne sangen. Erst schlugen die Domstädter den Bayernligisten Burglengenfeld. Dann traten sie zum Showdown gegen Vohenstrauß an. Die Teams agierten vorsichtig, um Fehler zu vermeiden. So stand die Null bis zum Schluss. Beide Mannschaften zogen mit dem Remis ins Halbfinale ein und kegelten Burglengenfeld raus. Der 1. FC Schlicht konnte zwei Achtungserfolge gegen BSC Regensburg und den TSV Tännesberg, der ohne Punktgewinn blieb, verbuchen.

Im ersten Halbfinale wurde bis kurz vor Spielende taktiert. Doch dann schlug vier Sekunden vor dem Abpfiff der von den Funktionären und Trainern gewählte beste Spieler des Turniers und Torschützenkönig, Bastian Lobinger zu. Er schoss seine SpVgg Pfreimd gegen die SpVgg Vohenstrauß ins Finale. Das zweite Halbfinale zwischen der SpVgg SV Weiden und dem BSC Regensburg war wesentlich flotter. Doch erst nach zehn Minuten fiel ein Treffer. Den Schuss von Tim Roith (Weiden) fälschte Raphael Schamper unglücklich ins eigene Netz. In der letzten Minute sicherte Josef Rodler mit dem 2:0 die Finalteilnahme für die Wasserwerk-Elf.

Im Endspiel merkte man der SpVgg Pfreimd an, dass sie "heiß" war, sich erstmals in die Titelliste einzutragen. In der siebten Minute war es wieder Bastian Lobinger, der Pfreimder mit seinem siebten Treffer gegen die SpVgg SV Weiden in Front brachte. Max Mischinger und erneut Lobinger erhöhten sogar auf 3:0. Josef Rodler und Stefan Graf brachten in der letzten Minute die SpVgg nochmals auf 3:2 heran. Die Aufholjagd kam jedoch zu spät. "Wir haben eine eingespielte Truppe. Schon in der Vorrunde und bei der Kreismeisterschaft standen die gleichen Spieler auf dem Hallenparkett", begründete Trainer Christian Most den tollen Erfolg.

Zweimal Lobinger

Bei der Siegerehrung übergaben Lotto-Bezirksleiter Stephan Luger, BFV-Vizepräsident Max Karl, Bezirksspielleiter Thomas Graml und Bürgermeister Hans-Martin Schertl Preisgelder und Ehrenpreise. 500 Euro und den Lotto Bayern Hallencup bekam der Bezirksmeister von der staatlichen Lotterieverwaltung, 300 Euro der Zweitplatzierte und 200 Euro der Dritte. Allen weiteren Teams wurden Futsalbälle überreicht. Ehrenpreise bekamen Bastian Lobinger als erfolgreichster Torschütze, erneut Lobinger als bester Spieler und Dominik Forster (SpVgg SV) als bester Torhüter.Bezirksmeisterschaft

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