Kein Bruch nach Trainerwechsel und Abgängen
Pfreimder Höhenflug hält an

Alexander Götz gibt jetzt bei der SpVgg Pfreimd die Richtung vor. Und das klappt bisher hervorragend. Bild: mhs
Sport
Pfreimd
06.09.2017
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Das Trainer-Duo Zechmann/Most bestimmte vier Jahre lang das Geschehen bei der SpVgg Pfreimd. Vor allem Ersterer mit seiner Treffsicherheit. Nach den angekündigten Abgängen war der SpVgg eine Durchschnitts-Saison prophezeit worden. Das sieht aber derzeit ganz anders aus.

Eigentlich konnte er nicht viel gewinnen: Die SpVgg Pfreimd spielte vergangenes Jahr eine ganz starke Saison in der Bezirksliga Nord, stand kurz vor der Landesliga-Qualifikation, die Erwartungen wurden vollends übertroffen. "Was willst Du denn da?", wurde Alexander Götz von Freunden und Bekannten gefragt, als er im Sommer als Trainer dort anheuerte. Christian Zechmann, der Torjäger und ein Teil des Trainerduos, hatte längst seinen Abschied Richtung Stulln erklärt. Auch Christian Most, der zweite Coach und Stratege im Mittelfeld, sagte zunächst Auf Wiedersehen. Es konnte nur schlechter werden.

Wurde es aber nicht. Die SpVgg ist nach der Hälfte der Bezirksliga-Vorrunde Spitzenreiter (19 Punkte nach 8 Spielen). "Ich hätte anfangs auch nicht geglaubt, dass wir die Abgänge so ersetzen können." Einen 38-Tore-Mann-Zechmann Eins-zu-eins zu ersetzen, geht natürlich nicht. "Aber jetzt sind wir vielleicht unberechenbarer", sagt Götz. "Viele Leute treffen." Und Ex-Trainer Christian Most sagte vor der neuen Saison dann doch noch zu, weiter als Spieler zur Verfügung zu stehen. Götz ist froh, darüber: "Ich kenne Christian schon lange, er ist ein sehr besonnener Spieler." Die Mitspieler würden sehr von der Erfahrung des Mittelfeldspieler profitieren. Kompetenzgerangel mit dem Vorgänger gebe es auch nicht. Most sehe sich nur als Spieler. "Irgendwie genießt das Christian jetzt auch ohne Trainerstress."

Etwas ins Grübeln kam Götz, als kurz vor Saisonbeginn neben den Abgängen Zechmann und Christian Bergler (nach Stulln) noch die Schreyer-Brüder Lukas und Maximilian kurzfristig zum SC Ettmannsdorf entschwanden. "Ich hatte schon mit beiden gerechnet", gibt der Trainer zu, zumal er auch nur zwei Neuzugänge hatte - aus der Kreisliga. Aber die schlugen voll ein. Philipp Schön hatte Götz von seiner vorherigen Trainerstation bei der DJK Gleiritsch mitgebracht. Sebastian Sebald kam vom FC Schmidgaden. Beide haben sich bestens eingefügt, zählen zum Stamm. Zudem zeigt sich auch Bastian Lobinger schon wieder bestens in Torlaune. Nach acht Spielen hat der wuchtige Stürmer schon zehn Saisontore erzielt.

"Ich habe von meinen Vorgängern schon eine gute Mannschaft gekriegt", freut sich Götz. Und bei diesem Team ist die Begeisterung ungebrochen. Die Trainingsbeteiligung sei in Pfreimd schon immer traditionell, erklärt der 44-Jährige. "Am Freitag sind 25 bis 30 Mann da." Dabei macht sich auch bemerkbar, dass die zweite Mannschaft in die Kreisklasse aufgestiegen ist. Götz: "Gut ist, dass der Qualitätsunterschied zwischen den Teams nicht mehr so groß ist."

Die Pfreimder grüßen derzeit von Platz eins und genießen das natürlich. Stärker schätzt Götz aber zwei andere Mannschaften ein: Den SV Hahnbach und die DJK Ensdorf aus dem Amberger Raum. Und er glaubt noch an einen Verein, der noch nicht recht aus den Puschen gekommen ist: den SV Schwarzhofen.

Ausgerechnet den empfangen die Pfreimder am Sonntag. "Ich hoffe nur, dass sie dann noch keinen neuen Trainer haben", sagt Götz schmunzelnd. "Bei neuen Trainern sind Spieler immer extra motiviert." Das scheint drei Monate nach dem Amtsantritt von Götz auch noch für die Pfreimder Spieler zu gelten ...

Am Freitag sind 25 bis 30 Mann da.Trainer Alexander Götz über die starke Trainingsbeteiligung in Pfreimd
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