104 eine gute „Hausnummer“

Kompaniefeldwebel Werner Friedrich Kandler (Mitte) tritt in den Ruhestand. Kommandeur Stefan Reiße (Zweiter von rechts) würdigte Kandlers Arbeit. Nachfolger ist Stabsfeldwebel Oliver Rudolf Stephan (rechts), der zum Oberstabsfeldwebel befördert wurde. Bild: hfz
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Pfreimd
19.12.2016
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"Hinter uns liegt ein ereignisreiches Jahr, das uns allerhand geboten und abverlangt hat", so Kommandeur Stefan Reiße beim Abschlussappell in der Oberpfalzkaserne. Den Urlaub haben sich die Pfreimder Soldaten verdient.

Oberstleutnant Stefan Reiße, Kommandeur des Panzerbataillons 104 ist erleichtert: Alle entsandten Soldaten sind gesund aus Afghanistan, aus dem Kosovo und aus Mali zurückgekehrt. Bereits im Januar 2016 waren Teile des Bataillons an der multinationalen Übung "Allied Spirit" beteiligt. Darauf folgten Gefechtsstandübungen in Hammelburg sowie die Teilnahme an der "Strong Europe Tank Challenge", mit der "wir 2016 ein Highlight bestreiten und zudem den guten Ruf der deutschen Panzertruppe international bestätigen konnten", so Reiße.

Komplexe Aufträge

Weiterhin ging es in das Schießübungszentrum. Beim "Tag der Bundeswehr" in Veitshöchheim wurde das "dynamische Gefechtsbild" gezeigt. Reiße nannte auch die Brigadeübung "Frankendolch" und etliche weitere Vorhaben. Der Kommandeur bedankte sich bei seinen Soldaten für die geleistete Arbeit sowie "die großartige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sie sind etwas ganz Besonderes und haben der Hausnummer 104 alle Ehre gemacht", so der Bataillonskommandeur. "Vor uns liegen nicht minder komplexe und schwierige Aufträge". Bereits im Januar 2017 gehen 19 Soldaten in den Kosovo. Wenig später folgt die Verlegung eines Panzerzuges nach Litauen zur Nato-Übung "Enhanced Forward Presence". Parallel laufen Vorbereitungen für die Unterstützung des österreichisch-deutschen ORF-Bataillons (Operational Reserve Force) im Kosovo. Reiße stellte das kommende Jahr 2017 unter das Motto Gemeinschaftsgeist, Kameradschaft und Vertrauen. "Ich möchte, dass wir weiterhin als großes Team an die Auftragsbewältigung herangehen und mit Stolz erwähnen, dass wir 104er sind", so Reiße.

Der Bataillonskommandeur gratulierte Stabsfeldwebel Thomas Franz Lippik zum 25-jährigen Dienstjubiläum. Aufgrund vorbildlicher Pflichterfüllung wurde Hauptfeldwebel Thomas Klötzer eine förmliche Anerkennung erteilt.

"Festschnallen, Taschentücher auspacken und staunen". Mit diesen Worten leitete Reiße über zur Verabschiedung des Kompaniefeldwebels der 3./Panzerbataillon 104, Oberstabsfeldwebel Werner Friedrich Kandler. Reiße brachte in seiner Rede gegenüber dem scheidenden Kompaniefeldwebel seine hohe Wertschätzung zum Ausdruck. "Dass Ihre Kompanie heute da steht, wo sie steht, ist auch Ihr Verdienst", so Reiße.

Ehrennadel für Kandler

Weiter konnte Kandler die Ehrennadel des Bataillons in Gold entgegennehmen. Kandler, der die Freundschaft mit der Patengemeinde Fensterbach pflegte, tritt zum Jahresende in den Ruhestand. Nachfolger ist Stabsfeldwebel Oliver Rudolf Stephan, der die Beförderung zum Oberstabsfeldwebel erhielt. "In die Nachfolge von jemanden mit dem Kaliber eines Oberstabsfeldwebels Kandlers zu treten, ist ganz sicher nicht einfach. Ein Realist, der das Machbare im Auge hat und der in kürzester Zeit der wertvollste Berater seines Kompaniechefs werden wird", meinte Reiße.
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