08.04.2016 - 19:48 Uhr
PfreimdOberpfalz

Ausstattung für Partnerkrankenhäuser in der Ukraine Die Hilfe rollt

Ein Jahr ist es her: Ausgelöst durch den blutigen Ukraine- Russland-Konflikt, verabschiedete sich die "Aktion Tschernobyl" von ihrem jährlichen Konvoi, der seit 1992 Hilfsgüter in die Ukraine brachte. Aber auch aufwendige Zollbestimmungen und neue bürokratische Zuschnitte unter Präsident Petro Poroschenko trugen zu diesem Entschluss bei. Vor einem Jahr übernahm erstmals eine Spedition den Transport der Hilfsgüter, in dieser Woche wurde der fünfte Sattelschlepper auf die Reise geschickt. Ziel ist, die Partnerkrankenhäuser in Kiew, Jagodin und Naroditschi weiterhin mit der bitter nötigen medizinischen Ausstattung zu beliefern.

Die "Aktion Tschernobyl" belud den mittlerweile fünften Sattelschlepper mit Hilfsgütern. Die Spedition "Bavaria Trans" bringt sie in die Ukraine. Auf der Ladefläche ist auch Krankenhauseinrichtung für das Partnerkrankenhaus in Naroditschi, wo mit Hilfe des Vereins und seiner Spender Stromversorgung und Kinderstation erneuert werden. Bild: Völkl
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Der Sattelschlepper wird bei der Lagerhalle im Wernberger Gewerbegebiet Süd startklar gemacht. Er steuert Jagodin und Naroditschi an. Beim Beladen kann Dr. Josef Ziegler, Vorsitzender der "Aktion Tschernobyl", auf langjährige Mitstreiter wie Fritz Fink, Josef Mutzbauer, Erwin Koppmann oder Elisabeth Beierlein bauen. Elektromeister Josef Hägler aus Pfreimd hat ein Auge darauf, dass der Hauptverteilerschrank, den er zur Sanierung der Stromversorgung im Krankenhaus Naroditschi beigesteuert hat, gut gesichert ist. Architekt Georg Schönberger packt auch an. Er macht unentgeltlich die Planung für die Erneuerung der Kinderstation in Naroditschi, dem Ort in der radioaktiv verstrahlten Zone. Die Hilfsgüter - Krankenbetten, OP-Schuhe, Bettwäsche, Untersuchungsliegen und Medikamentenschränke - sind zügig verladen. Sie sollen in der neuen Kinderstation Platz finden. Fahrer Michail ist zwei Tage unterwegs: 2150 Kilometer. Auch der sechste Sattelschlepper ist schon "in Arbeit".

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