Bauausschuss ins Boot nehmen

Die Gemeindeverbindungsstraße Aspachmühle-Hohentreswitz erhielt eine neue Asphalt- und Verschließschicht. Die Fahrbahn wurde durchgehend auf 4,50 Meter verbreitert, drainiert und mit zahlreichen Leitplanken versehen. Bild: Völkl
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Pfreimd
05.12.2016
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Die "fräsen ab und pappen nur drauf". Dieser Eindruck war anscheinend bei manchen entstanden, als die Gemeindeverbindungsstraße Aspachmühle-Hohentreswitz ausgebaut wurde. Verwaltungsleiter Bernhard Baumer trat dem in der Stadtratssitzung entgegen.

Mit der Pfreimder Baufirma Schulz habe man einen guten Griff getan, so Baumer. Die Straße werde regelkonform ausgebaut: Mit 18 Zentimetern Asphalt und vier Zentimetern Verschleißschicht. Der Straßenkoffer sei trockengelegt, Drainagen wurden geschaffen. Außerdem weise die Straße nun durchgehend eine Breite von 4,50 Metern auf. Den neuen Richtlinien entsprechend müssen wesentlich mehr Leitplanken angebracht werden. All das kostet. Der Auftrag wurde für 583 600 Euro vergeben. Bernhard Baumer geht auch von einem Abschluss in dieser Höhe aus.

Neue Richtlinien

Das Projekt war nicht unumstritten. Die Maßnahme war seit 2007 immer wieder von einem Haushaltsjahr auf das nächste geschoben worden. Angesichts der Preissteigerungen und neuer Richtlinien wurde sie doch ein ganzes Stück teurer, als vor neun Jahren berechnet. Von knapp 400 000 auf rund 700 000 Euro waren die Ansätze gestiegen. Letztendlich pendelte man sich bei knapp 600 000 Euro, also 100 000 Euro günstiger, ein.

Stadtrat Norbert Auer erinnerte daran, dass er von vornherein ein Abfräsen und Aufteeren für ausreichend gehalten hätte. Er sei nie ein Freund einer großen Lösung gewesen. Doch es habe geheißen, dass der Unterbau raus müsse. Jetzt sei das anscheinend nicht nötig gewesen. Bernhard Baumer entgegnete, dass eine effektive Entwässerung geschaffen worden sei und die Straße nun durchgehend 4,50 Meter breit ist. Es habe genügt, den Oberbau zu verstärken, so das Resultat entsprechender Probebohrungen. Doch alleine das Abfräsen und Asphaltieren habe einen stattlichen Preis.

Stadtrat Mirko Hägler kritisierte, dass der Bauausschuss nie vor Ort war. Man hätte ihn besser einbeziehen müssen, dann hätten aufkommende Fragen gleich geklärt werden können.

Langfristige Lösung

Bürgermeister Richard Tischler und Verwaltungsleiter Bernhard Baumer betonten, dass der Planer die Arbeiten überwacht habe und man auch von seiten der Stadt immer wieder auf der Baustelle war. Doch die Kritik sei angekommen: Künftig sollen größere Projekte auch auf die Tagesordnung des Bauausschusses gesetzt werden, um für mehr Transparenz zu sorgen. Baumer bezeichnete die neue Straße als Hightech-Verbindung für Autofahrer und den landwirtschaftlichen Verkehr "für die nächsten 30 Jahre".
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