18.08.2017 - 16:54 Uhr
PfreimdOberpfalz

Die Sehnsucht stillen

Nahezu himmlische Klänge erfüllten an Maria Himmelfahrt die Stadtpfarrkirche. Vier Musikgruppen des Oberpfälzer Volksliedkreises und das Bläserquintett der Stadtkapelle gestalteten ein Marienlob, das bei den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Musikgruppen des Oberpfälzer Volksliedkreises sangen und musizierten zum Lobpreis der Gottesmutter. Im Vordergrund sitzen die "Geschwister Winterer" und dahinter singen die "Niedermuracher Sänger".
von Richard BraunProfil

Es stand unter dem Zeichen des diesjährigen Jubiläums "100 Jahre Patrona Bavariae" und des Kirchenpatroziniums der Stadtpfarrkirche. Die Tradition des Mariensingens am Festtag Maria Himmelfahrt gehört nun schon seit 50 Jahren zum Oberpfälzer Volksliedkreis. Bisher wurde es in der Kirche in Perschen veranstaltet. Die dort regelmäßig herrschende Platznot, bedingt durch die ungebrochen hohe Besucherzahl, hat den OVK dazu bewogen, auf eine größere Kirche auszuweichen. Die Wahl fiel auf die Stadtpfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" in Pfreimd. Doch bereits eine Stunde vor Beginn des Mariensingens wurde deutlich, dass selbst dieses große Gotteshaus die Anzahl der Besucher nicht aufnehmen wird können.

Ob dieses Besucheransturms wurde selbst Leonhard Bayerl, der Vorsitzende des OVK Schwandorf, etwas nervös. Doch mit den ersten Klängen des Bläserquintetts der Stadtkapelle unter der Leitung von Dominik Pflaum kehrt Ruhe in das überfüllte Gotteshaus ein. Als Mitwirkende das Marienlobes waren die "Geschwister Winterer", die "Schönseer Moila" mit Gesang und Stubenmusi und die "Niedermuracher Sänger" angekündigt. Diese Gruppen gehören zu den tragenden Säulen des Oberpfälzer Volksliedkreises. Gerade die Marienlieder berühren das Gemüt der Zuhörer. In ihnen wird das wohl einzigartige Verhältnis von Mutter und Kind musikalisch zum Ausdruck gebracht. Sie stillen die Sehnsucht des Menschen nach Herzenswärme und Geborgenheit.

Mit ihrem Lied "O Maria Mutter Gottes" eröffneten die "Schönseer Moila" den Lobpreis an die Gottesmutter. Nicht nur gesanglich wusste das Trio zu begeistern, auch instrumental waren sie mit Gitarre, Zither und Hackbrett als "Schönseer Stubenmusi" eine Klasse für sich. "Maria als Himmelskönigin" besangen die "Niedermuracher Sänger", die von Eva Borutta auf der Zither begleitet wurden. Zum Urgestein der oberpfälzer Volksmusik gehören Helga Kasparides und Marita Lobenhofer, die als "Geschwister Winterer" seit Jahrzehnten der Herzen der Volksmusikfreunde erfreuten. Auch das geistliche Volkslied gehört zu ihrem Repertoire, wie sie mit ihrem Lied "A Wies'n voller Bleaml" eindrucksvoll bewiesen. Instrumental wurden sie dabei von Cordula Strupf-Daub auf der Fee-Harve begleitet.

Rund eine Stunde sangen und musizierten die Gruppen zur Freude der Zuhörer. Eine Hommage an die Patrona Bavariae war das Abschlusslied "Schutzfrau Bayerns". Der Schlussapplaus drückte die Dankbarkeit der Zuhörer aus, die eine Stunde lang den Zauber der Marienverehrung erleben durften. Kirchenpfleger Karl Hirmer und Pater Thomas dankte den Musikern, dass sie die Stadtpfarrkirche in Pfreimd für das diesjährige Marienlob ausgewählt haben. Alle Mitwirkende traten ohne Gage auf, baten aber um eine Spende, die für die Restaurierung der Orgel in der Kirche am Eixlberg verwendet wird.

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