04.03.2018 - 17:34 Uhr
Pfreimd

Freudiger Tag für SPD-Strategen

Politische Weggefährten, Freunde und Vereinsvertreter versammelt Georg Pfannenstein um sich. Es besteht Grund zum Feiern: Der frühere Bundestagsabgeordnete reiht sich in fröhlicher Runde in den Kreis der "75er" ein. An diesem Sonntag gibt es aber auch noch einen anderen Anlass, der dem langjährigen Politiker Freude macht.

Parteifreunde und Vereinsvertreter kamen schon am Vorabend des Geburtstages, um Georg Pfannenstein (vorne sitzend) ihre Aufwartung zu machen.Bild: exb
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Trausnitz/Pfreimd. "Ich hab mir schon ein ganz schönes Stück aus dem Lebenskuchen herausgeschnitten", lacht Georg Pfannenstein. Er freut sich, dass sich das Wirtshaus "Zur Alm" in Atzenhof (Gemeinde Trausnitz) wie geplant gefüllt hat zu seiner Geburtstagsfeier. Den "75." nimmt er zum Anlass, aus seinem Leben zu erzählen, das nicht immer leicht für ihn verlief: Er denkt da zurück, dass er - in einfachen Verhältnissen aufgewachsen - einst 22 Kilometer mit dem Radl zur Lehrstelle fahren musste. Er erinnert sich noch gut wie Weiherhammer zu seiner zweiten Heimat wurde, zunächst als Elektro-Abteilungsleiter bei der BHS, dann als deren Betriebsratsvorsitzender. Und er möchte seinen letzten taktischen Schachzug in der Politik nicht missen, der 2005 dazu führte, dass er Marianne Schieder über die Oberpfalzliste der SPD in den Bundestag bringen konnte.

"Die SPD spielte immer eine wichtige Rolle in deinem Leben", betont Schieder dann und zeigt sich sowohl in ihrem Namen als auch im Interesse der Landkreis-SPD dankbar dafür, dass ihr Georg Pfannenstein damals den sicheren Listenplatz verschaffte. Die seitherige Bundestagsabgeordnete gratuliert "an diesem schönen Tag für die SPD" für den Kreisverband und für den Unterbezirk. Schön deshalb, weil die SPD das Mitgliedervotum zur Regierungsbeteiligung "gewonnen" hat. Schieder sagt bewusst "gewonnen", denn sie habe - ebenso wie Georg Pfannenstein ("Sechs Minister für die SPD sind allemal besser als keiner") - dafür gekämpft, dass es klappt.

Marianne Schieder denkt aber auch an die wertvolle Arbeit, die der Jubilar für die Sozialdemokraten geleistet hat. Er machte Pfreimd zu einem großen Ortsverein und stärkte die SPD im Norden des Kreises. Bezogen auf Pfannensteins schwere Startbedingungen im Leben zitiert sie Erich Kästner: "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, lässt sich was Schönes bauen". Die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion bringt ein Geschenk-Sortiment mit zur Geburtstagsfeier. Darunter befindet sich eine Sanduhr, verbunden mit einem Anliegen: Der einstige Polit-Stratege Georg Pfannenstein möge sie täglich für drei Minuten einsetzen und unterdessen überlegen, wie man die Partei am besten erneuern könnte. "Und jedes fünfte Mal rufst du mich an", bittet sie.

Während der Feier, an der auch der stellvertretende Landrat und Pfreimder Altbürgermeister Arnold Kimmerl teilnimmt, bringt es BHS-Geschäftsführer Christian Engel dreiteilig auf den Punkt, wie er Georg Pfannenstein kennt und schätzt: als hartgesottenen Betriebsrat, als pfiffigen Politiker und großherzigen Menschen. Zu Dank fühlt er sich bei ihm dafür verpflichtet, dass Pfannenstein in seiner einstigen Funktion als Kroatien-Beauftragter der Bundesregierung mithalf beim Aufbau eines BHS-Standortes in Kroatien.

Bereits am Vorabend des Geburtstags feierte Georg Pfannenstein im Pfreimder Sportheim mit den Vereinen. Dort gratulierten ihm SPD-Ortsverein, Arbeiterwohlfahrt Pfreimd und Schwandorf, die "Stadtschützen", der Siedlerbund, der Gartenbauverein, der Frühschoppenclub Stein, die DJK Weihern/Stein, die SpVgg, der Anglerverein und die Wanderfreunde.

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