07.02.2018 - 17:48 Uhr
Pfreimd

Mitte April beginnen die Erschließungsarbeiten Der letzte Schliff fürs Baugebiet

Der Fahrplan für das neue Baugebiet "Westlich der Nabburger Straße, Bauabschnitt III" steht. Die Erschließung soll im Herbst so weit gediehen sein, dass die 25 Grundstücke vergeben werden. Die Eigentümer können dann im nächsten Jahr zu bauen beginnen.

Im neuen Wohngebiet "Westlich der Nabburger Straße, Bauabschnitt III" wird Mitte April mit den Erschließungsarbeiten begonnen. Bild: hm
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Michael Eff, geschäftsführender Ingenieur des Büros Völker und Partner, stellte dem Stadtrat die Endfassung der Erschließungsplanung vor, die dann auch für gut befunden wurde. Das 2,3 Hektar große Gebiet im Südwesten von Pfreimd wird vom Naabweg und der vorhandenen Bebauung in der Von-Rieneck-Straße und der Georg-Ludwig-Straße begrenzt. Daneben ist der Bau- und Recyclinghof angesiedelt. Michael Eff zeigte den Stadträten noch einmal im Detail die Straßenplanung mit Wendehammer, beparkbaren Mehrzweckstreifen und Gehwegen auf, ebenso die Erschließung mit Kanal, Wasser, Gas, Strom, Telekommunikation und Breitband.

Mit Aushubmaterial

Das Baugebiet ist vom Überschwemmungsgebiet der Naab umgeben. Stichwort: Das "HQ 100". Es beschreibt einen Hochwasserabfluss, der im Mittel alle 100 Jahre erreicht oder überschritten wird. Dabei würde die Erweiterungsfläche aufgrund ihrer Muldenausbildung tangiert. Folglich müssen die Straßengradienten höher gelegt und das Gelände aufgefüllt werden. Deshalb lagert inzwischen auch eine große Menge Aushubmaterial von einer Straßenbaumaßnahme am Rande des Baugebiets. 31 Bäume werden gepflanzt. Die Kosten der Erschließung: Inklusive Baunebenkosten 1,954 Millionen Euro. Das Projekt liegt in Händen des Erschließungsträgers KFB aus Reuth bei Erbendorf. Michael Eff nannte die Zeitschiene: Das Leistungsverzeichnis wurde in einer beschränkten Ausschreibung an 22 Bieter versandt. Ende März soll die Vergabe sein, Mitte April wird mit den Erschließungsarbeiten begonnen und Ende 2018 soll das Baugebiet fertig erschlossen sein.

Auf Nachfrage von Stadtrat Günther Strehl betonte Eff, dass die Vergabe an einen Generalunternehmer, einen Spezialisten für alle Erschließungsarbeiten, gehe. Das Problem eines möglicherweise hohen Grundwasserspiegels mit Mehraufwand beim Spundwandbau wird umgangen, indem im April die höher liegenden Kanäle gebaut, in trockenen Zeiten die niedriger liegenden Leitungen hergestellt werden können.

Ab wann vermarktet werden kann, wollte Stadtrat Mirko Hägler wissen. Die Vergabe der Parzellen ist im Spätsommer geplant, damit die Eigentümer nach Ende der Erschließungsarbeiten im Frühjahr 2019 mit dem Bau beginnen können. Drittem Bürgermeister Hubert Betz waren zwei Meter Gehwegbreite zu großzügig bemessen. Laut Eff ist das Standard im Sinne der Barrierefreiheit. In der Diskussion tauchte auch die Frage nach dem Emissionsschutz angesichts des benachbarten Bau- und Recyclinghofes auf. "Jedem muss klar sein, wo er hin baut" so Betz. Diese Bauten "sind Bestand", unterstrich Verwaltungsleiter Bernhard Baumer.

Leistungsfähige Firmen

Stadtrat Klaus Summer regte an, nicht nur mit dem günstigsten Bieter,, sondern mit den ersten drei Firmen das Gespräch zu suchen, um sie wirtschaftlich zu fordern. "Wir werden nicht nur einen heranziehen", so Michael Eff. 22 Unternehmen interessieren sich für den Auftrag. "Das sind alles leistungsfähige Firmen aus der Region", betonte Bernhard Baumer. "Nach langer Planung nimmt das Gebiet jetzt Gestalt an", freute sich Zweite Bürgermeisterin Johanna Mertins, welche die Sitzung leitete.

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