"Mona" wieder da, aber
Krankheit verhindert Happy End

In diese Hütte in Stein hatte sich "Mona" zu den anderen Tieren der Ziegenherde zurück geschleppt. Doch es gab keine Rettung mehr. Bild: Amann
Vermischtes
Pfreimd
13.08.2017
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Die spurlos verschwundene Ziege "Mona" ist wieder aufgetaucht. Doch es kam zu keinem Happy End.

 "Mona" lag am Freitagnachmittag wieder in ihrem Stall im Pfreimder Ortsteil Stein. Luk Rauch aus Weihern, der die 19-köpfige Herde des Bund Naturschutz betreut, entdeckte sie dort gegen 15 Uhr. Er wunderte sich zunächst, dass die Geiß nicht aufstand. Deshalb wollte er ihr auf die Beine helfen. Doch erfolglos: Sie brach gleich wieder zusammen. Eine Tierärztin musste geholt werden. Sie diagnostizierte eine schwere Euterentzündung, die keine Aussicht auf Heilung mehr zuließ. "Es blieb also nichts anderes übrig, als Mona von ihrem Leiden zu erlösen", berichtete Rauch gegenüber der Redaktion von Oberpfalzmedien.

"Mona" war am Montag letzter Woche auf den Silikat-Magerrasen, auf der die BN-Tiere weiden, verschwunden. Eine Suche blieb erfolglos (wir berichteten), auch die Polizei wurde eingeschaltet. Spekulationen machten die Runde, was mit dem Tier geschehen sein könnte. Viele Menschen kümmerten sich und versuchten, dabei behilflich zu sein, die drei Jahre alte Ziege wiederzufinden. Umso erstaunter war Luk Rauch schließlich, als sie fünf Tage später wieder in der Hütte lag und vor Schmerzen wimmerte.

Was zwischenzeitlich geschah, lässt sich nicht mehr genau nachvollziehen. Die wahrscheinlichste Theorie: "Mona" hatte sich eine Euterentzündung zugezogen und sich im dichten Gebüsch der Steiner Steilhänge hingelegt. Somit gab es keine Chance, sie zu finden; auf Pfiffe und Rufe reagierte sie nicht. Irgendwann muss sie dann wieder etwas mehr zu Kräften gekommen sein, so dass sie sich zu ihren Artgenossen in den Stall in der Nähe des Dorfwirtshauses schleppen konnte.

Doch da kam jede Hilfe zu spät. Wenn eine Euterentzündung nicht gleich entdeckt und behandelt wird, so weiß Rauch, zerstört sie den Körper der Ziege. Schließlich verläuft die Infektion tödlich. Um ihr ein qualvolles Eingehen zu ersparen, musste die noch relativ junge Geiß deshalb eingeschläfert werden.
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