03.11.2017 - 20:00 Uhr
PfreimdOberpfalz

Ökumenischer Festgottesdienst zum Jubiläum "500 Jahre Reformation" Prägende Impulse

Das Trennende zwischen den Konfessionen nicht mehr zu betonen als das Gemeinsame - und nicht zu vergessen, "dass Christus unsere Mitte ist, auf die wir alle uns ausrichten sollen". Solcherart stimmen sich die Teilnehmer am ökumenischen Gottesdienst auf den Reformationstag ein.

Arnold Kimmerl, Richard Tischler, Armin Schärtl, Hannes Lorenz, Georg Parampilthadathil und Hannelore Blank (von links) gestalteten zusammen mit Pfarrerin Irene Friedrich den ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Pauluskirche. Bild: exb
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Pfreimd/Nabburg. Kommunalpolitisch gut bestückt war der Gottesdienst in der Pfreimder Pauluskirche, den die evangelische Pfarrerin Irene Friedrich leitete. Ein ökumenisches Team hatte die Vorbereitung geleistet und die Bürgermeister Armin Schärtl (Nabburg) und Richard Tischler (Pfreimd) sowie der Landrats-Stellvertreter Arnold Kimmerl nahmen an der Feier teil - mit den katholischen Pfarrern Hannes Lorenz und Pater Georg, die die Pfarreien Nabburg und Pfreimd repräsentierten, sowie der evangelischen Prädikantin Hannelore Blank.

Für Kirche und Welt

Beim ökumenischen Festgottesdienst zum Jubiläum "500 Jahre Reformation" feierten evangelische und katholische Christen aus Nabburg und Pfreimd und Umgebung miteinander. "Denn die Reformation, die Dr. Martin Luther vor 500 Jahren auf den Weg brachte, hat nicht nur zur Trennung in zwei Konfessionen und zur Entstehung der evangelischen Kirche geführt. Sie hat auch der katholischen Kirche prägende Impulse gegeben", versicherte Friedrich.

Pater Georg sprach davon, dass das, was von Wittenberg ausging, Deutschland, Europa und die Welt verändert habe. "Heute sehen wir, dass uns mehr verbindet, als uns trennt - wenn auch das Trennende nach wie vor schmerzt. Wir sehen, dass das Nebeneinander, Miteinander oder eher Gegeneinander über Jahrhunderte schwierig war."

Für Pfarrer Hannes Lorenz war klar, "dass uns - auch wenn wir manches unterschiedlich verstehen und leben - ein Aufeinander-Zu-gehen, ein geschwisterliches Zusammenwirken gut tut, und dass viele derzeitige und zukünftige Aufgaben und Probleme uns gleichermaßen angehen". Günter Holter vom evangelischen Kirchenvorstand betonte, ökumenisches Engagement für die Einheit der Kirche diene nicht nur der Kirche selbst, sondern auch der Welt, damit die Welt glaube. Bürgermeister Tischler bat den "Gott des Friedens", trennende Schranken zu überwinden und jene Gegebenheiten, die eine Versöhnung verhindern.

Prädikantin Hannelore Blank rief den "Gott der Gerechtigkeit" an, Krankheit, Armut und Ausgrenzung zu überwinden und die Gerechtigkeit herzustellen für die, die unter der Macht des Bösen leiden. Bürgermeister Armin Schärtl betonte die Verteidigung der Menschenwürde und der stellvertretende Landrat Arnold Kimmerl die Bewahrung der Schöpfung.

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