09.04.2018 - 20:00 Uhr
PfreimdOberpfalz

Stadt legt den Flächennutzungsplan erneut aus Hürde für das neue Baugebiet nehmen

Im Baugebiet "Westlich der Nabburger Straße, BA III" sollen heuer die Erschließungsarbeiten beginnen. Nun legt sich die Regierung der Oberpfalz quer. "Wir haben uns das Verfahren einfacher vorgestellt", so Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch in der Stadtratssitzung. Bei der Höheren Landesplanung stützt man sich auf die Devise "Innenbereich vor Außenbereich". Die Behörde legt Zahlen aus dem Jahr 2008 zugrunde, wonach die Bevölkerungsentwicklung rückläufig ist, und sieht keinen Bedarf für das neue Wohngebiet. Für Siegfried Lösch "nicht nachvollziehbar". Bevor das neue Baugebiet in Angriff genommen wurde, schrieb die Stadt sämtliche Grundstücksbesitzer im Innenbereich an und erkundigte sich nach eventueller Abgabebereitschaft. Nur einer war verkaufsbereit. Doch diese Umfrage aus dem Jahr 2016 zählt nicht.

Um das Baugebiet "Westlich der Nabburger Straße, BA III" (Bild) zu realisieren, muss im Flächennutzungsplan ein 2,2 Hektar großes Areal, das mal als Baugebiet angedacht war, zurückgenommen und wieder als landwirtschaftliche Fläche festgesetzt werden. Bild: Völkl
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Fakt ist: Falls die Kommune an dem neuen Baugebiet im Süden der Stadt festhalten will, müssen im Flächennutzungsplan 2,2 Hektar, die mal im Bereich Iffelsdorf als Baugebiet angedacht worden sind, zurückgenommen werden und landwirtschaftliche Nutzfläche bleiben. Siegfried Lösch empfahl die Auslegung der Flächennutzungsplanänderung, um beim Baugebiet "Westlich der Nabburger Straße" weiterzukommen. Wenn die Höhere Landesplanung auf ihrem Standpunkt beharre, werde auch das Landratsamt keine Genehmigung aussprechen. "Und wir wollen heuer erschließen", so Lösch. Falls die Flächennutzungsplanänderung und die Auslegung gleich in Angriff genommen werde, seien die Verzögerungen nur "marginal", meinte Verwaltungsleiter Bernhard Baumer. Für Zweite Bürgermeisterin Johanna Mertins war die Reaktion der Fachbehörde ein Widerspruch in sich. Die Regierung vertrete den Standpunkt, kein Zuwachs, also keine Baugebietsausweisung. "Doch nur mit Bauplätzen gibt es Zuzug." Bürgermeister Tischler pflichtete ihr bei: Hier werde "strikt und streng nach dem Buchstaben der Statistik" vorgegangen. Das Gremium beschloss die erneute Auslegung des Flächennutzungsplanes.

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