13.01.2017 - 02:10 Uhr
PfreimdOberpfalz

Ende der Hochphase Gerresheimer-Leiharbeiter müssen alle gehen

Das Werk Pfreimd der Gerresheimer Regensburg GmbH, das größte von drei Werken des Konzerns in der Region, kämpft mit Umsatzeinbußen und fehlenden Anschlussaufträgen. So wurde entschieden, die rund 60 Leiharbeiter nicht mehr weiter zu beschäftigen. "Da ist noch nichts passiert, das kommt erst im Jahresverlauf", sagte Personalleiter Axel Süß auf Nachfrage unserer Zeitung. Die 600 fest angestellten Beschäftigten seien nicht betroffen, versicherte er; allerdings gingen ein paar in vorgezogenen Ruhestand.

von Thomas Dobler Kontakt Profil

Das Werk ist auf die Produktion medizinischer Kunststoffsysteme spezialisiert. Dort wird die komplette Fertigungskette vom Spritzgießen über die Montage und Kontrolle bis zur Verpackung medizinischer Produkte im Reinraum abgedeckt. Es wurde erst vor wenigen Jahren deutlich vergrößert, was auch mit einer Zunahme der Beschäftigtenzahl einherging. "Wir waren jahrelanges Wachstum gewöhnt," sagte Betriebsratsvorsitzender Franz Hartinger, "und das ist für uns eine neue Situation, dass es rückwärts geht."

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