Kreisverband ermuntert Gartenbauvereine zu Aktionen mit Streuobstwiesen
Idee fällt auf fruchtbaren Boden

Blumen für die Holunderkönigin: Kreisvorsitzender Albert Nickl übergibt Jana Schiffler ein Geschenk für ihren Einsatz. Bild: zer
Freizeit
Pirk
03.04.2018
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"Streuobstvielfalt - beiss rein": An dieser Aktion des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege sollen die 17 Obst- und Gartenbauvereine des Landkreises Geschmack finden. Deren Vertretern stellte Vorsitzender Albert Nickl bei der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege im Gasthaus "Zum Beck'n" den dazugehörigen Kinder- und Jugendwettbewerb vor. Kinder sollten für Streuobstwiesen begeistert werden, so dass "altes Wissen in die Zukunft" getragen werde.

Zuständig für den Wettbewerb ist der Schriftführer des Kreisverbands, Josef Höllerl. In einer Powerpoint-Präsentation unterstrich er, dass die wenigen Streuobstwiesen, die es heute noch gibt, unbedingt gepflegt und erhalten werden sollten. Merkmale seien viele alte und verschiedene Obstbäume sowie die Wiesen mit Blumen, Kräutern und Mahd, die für die Tiere im Stall wichtig seien. Vögel fänden Brutmöglichkeiten, Fallobst und Laub dienten den Igeln zum Überwintern. "Die umfangreichen Kenntnisse der Vereinsmitglieder im Rahmen der Streuobstaktionen sollten generationenübergreifend an die Jugend weitergegeben werden", sagte Höllerl. Vereine könnten dazu mit den Kindern ein Ferienprogramm gestalten, Saft pressen und Bilder malen. Auch Schulaktionen könnten geplant werden. Wer kann, sollte Nistkästen bauen und auf der Streuobstwiese ergründende Experimente durchführen.

Kreisfachberaterin Claudia Saller sicherte ihre Unterstützung zu. Vom örtlichen Verein war Vorstandssprecher Alois Meindl gekommen. Er und stellvertretende Bezirksvorsitzende Rosa Prell verwalten die Streuobstwiese in Pirk. Bereits in den vergangenen Jahren veranlassten sie Projekte wie Baumbestimmung, Obstausstellung, Veredelungsaktionen und Saftpressen. Teilnahmeberechtigt sind alle Gartenbauvereine, die Kinder- und Jugendaktivitäten mit Streuobst durchführen. Es werden auch Preise ausgelobt.

Der Kreisverband ist einer der kleinsten Gruppen in Bayern, hat 1920 Mitglieder mit leicht steigender Tendenz. Er sieht sich als Bindeglied zu den Obst- und Gartenbauvereinen. "Die Aktivitäten sind vielfältig, die geleistete Arbeit hervorragend", sagte Nickl. Beeindruckend sei der Tag der offenen Gartentür in Lennesrieth mit acht vorzeigbaren Gärten auf hohem Niveau gewesen. Heuer beteilige sich kein Ort - kein Garteneigentümer wolle mitmachen. "Schon jetzt soll sich ein Ort für 2019 melden, denn kurzfristig kann man nichts aus dem Hut zaubern", appellierte Nickl. Den Kreislehrgarten, der in den 90er Jahren entstanden war, bezeichnete der Vorsitzende als große Informationsquelle.

Ein leichtes Minus verzeichnete Kassier Josef Stock. Die Wahl der Holunderkönigin ist ein Alleinstellungsmerkmal des Kreisverbandes, das vor Jahren Georg Stahl initiiert hatte. Im Vorjahr kürte die Jury Jana Schiffler zur Königin. Sie erzählte aus ihrem Veranstaltungsreigen, der mit dem Auftritt im Vereinsgarten begonnen hatte. Viele Bürgerfeste, Kinderbelustigungen, Feiern und Empfänge folgten. Für ihren Einsatz lobte Nickl die zwölfte Holunderkönigin, die den Landkreis und den Kreisverband repräsentiere. Der Vorsitzende: "Als Holunderkönigin bist du zur Patin des Hollers - einer Pflanze, die aus unserer Region und besonders aus der oberpfälzischen Küche nicht mehr wegzudenken ist - berufen."
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