Felix Hirn über seine Musikerkarriere bei AberHallo!
Pirk, Frankfurt und Shanghai

Mit seiner Band "AberHallo!" nimmt Bassist und Songwriter Felix Hirn gerade das zweite Album auf. Bild: hfz
Kultur
Pirk
22.12.2016
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"Was wir zusammen haben, kann uns keiner nehmen", singen die fünf Jungs von "AberHallo!". Vor zwei Jahren kam ein Pirker zu den Regensburgern. Seither geht es steil bergauf: Im Februar erscheint das zweite Album. Bezahlen wollen die Pop-Rocker die Produktion auch mit der Hilfe ihrer Fans.

"AberHallo!" segeln auf einer Erfolgswelle: Dieses Jahr gewannen die fünf Jungs den School-Jam-Wettbewerb in Frankfurt und traten in Shanghai auf. Auch für das Hurricane und das Southside-Festival waren sie gebucht. Zu den Aufnahmen für das zweite Album steht ein Bassist und Songwriter aus Pirk mit im Studio: Felix Hirn.

Felix, wie bist du zur Band "AberHallo!" gekommen?

Felix Hirn: Vor zwei Jahren bin ich nach Regensburg zum Studieren gezogen. Da habe ich den Gitarristen, also den Christian, bei einer Musicalproduktion kennengelernt. Er hat mich gebeten, in seiner Band auszuhelfen. Beim School-Jam 2015 sind wir schon ins Finale gekommen. Kurz darauf bin ich als Bassist eingestiegen. Dann kam relativ bald der School-Jam 2016. Im Frühjahr haben wir beim Regionalentscheid in München mitgemacht und sind über das Online-Voting ins Finale gekommen. Das war dann auf der Musikmesse in Frankfurt.

Euer Youtube-Video vom Auftritt ist sehr kurz. Habt ihr wirklich nur zwei Songs gespielt?

Ja. Die Zeit ist knapp. Man muss in den zwei Songs alles geben.

Wie hat es sich für euch angefühlt zu gewinnen?

Auf der Musikmesse haben wir es noch nicht realisiert. Da war der Schlagzeuger der "Guano Apes" und der Produzent von Cro auf der Aftershow-Party. Erst als die 1000 Euro eingetrudelt sind, wurde das real.

Warum seid ihr ausgerechnet in Shanghai aufgetreten?

Die Organisatoren fahren schon seit Jahren mit den Siegern dorthin. Wir haben dreimal auf der Shanghai-Messe gespielt und in einer Deutschen Schule einen Konzertabend veranstaltet.

Habt ihr euch auch die Stadt angeschaut?

An einem Tag haben wir ein schnelles Sightseeing gemacht. Wir haben recht wenig von Shanghai gesehen.

Warum konntet ihr nicht auf dem Southside- und dem Hurricane-Festival auftreten?

Das war wirklich schade. Wir hatten einen Tourmanager, einen Kameramann, einen Fotografen und einen eigenen Techniker mit Mischpult. In einem Bus sind wir hoch und dann war da das Riesen-Unwetter. An dem Tag konnte auf dem Hurricane keine Band spielen. Das Southside wurde ja komplett abgesagt.

Wie würdest du euren Stil beschreiben?

Poprock mit Rap. Alles andere war immer zu spezifisch und hat nicht gepasst. Deswegen haben wir jetzt einen allessagenden Titel genommen.

Die Produktion eures nächsten Albums "Bonnie & Alice" soll knapp 8000 Euro kosten. Wie wollt ihr das finanzieren?

Wir haben im vergangenen Jahr 30 Konzerte gespielt. Da haben wir recht viel Gage gesammelt. Wir haben auch eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Die Fans können uns unterstützen, so dass wir selbst nicht so viel vorstrecken müssen.

Viele Schülerbands gehen nach der Schulzeit auseinander. Hat eure Band eine Zukunft?

Christian wohnt seit diesem Semester in Stuttgart. Er war drei bis vier Mal da. Wir hatten Konzerte und haben im Anschluss geprobt. Im letzten Jahr haben wir vieles neu geschrieben. Man muss sich eben organisieren. Das Songwriting machen wir über das Internet. Wir studieren alle, haben also noch etwas in der Hinterhand. Aber wenn wir erfolgreich werden, dann sagt wohl keiner: Ich studier' lieber.

Fans können spendenDie fünf Jungs von "Aber Hallo!" stehen derzeit für ihr neues Album im Studio. Zur Finanzierung von "Bonnie & Alice" haben sie einen Spendenaufruf gestartet. 1500 Euro sollen bis zum Jahreswechsel zusammenkommen.

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Die Band stellt das Projekt bei Startnext vor: startnext.com/aberhallomusic
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