07.02.2018 - 15:38 Uhr
Pirk

Klare Stimmen in hellem Licht Lichtmess-Konzert in der Auferstehungskirche

Es müssen nicht immer bekannte Komponisten sein. Auch Melodienschreiber aus der zweiten Reihe liefern Beachtliches ab. Das beweist das Lichtmess-Konzert der katholischen Pfarrei.

Fantasievoll: Flötistin Barbara Reil.
von Redaktion OnetzProfil

Die Auferstehungskirche war hell illuminiert. Der Kirchenchor mit den Solosängerinnen Christina Hermann und Lisa-Marie Kalis unter der Leitung von Kerstin Kiener, das Orchester Pfreimd unter Winfried Siller sowie die Instrumentalisten Barbara Reil, Kerstin Kiener und Erwin Kiener gefielen mit einem abwechslungsreichen Programm.

Chor und Orchester eröffneten den musikalischen Reigen mit dem Jubellied "Preiset froh den König" des Engländers Jeremiah Clarke aus dem 17. Jahrhundert. Auch in den weiteren Werken des Chors, dem getragenen "Ave Maria" von Giulio Romano Caccini, "Es blühen drei Rosen auf einem Zweig" von Karl Norbert Schmid, bei dem die Sopranistin Christine Hermann mit höchsten Tönen bezauberte, und dem modernen Lied "Mach dich auf, denn Gott will dir begegnen" von Kathi Stimmer-Salzeder, imponierten die klaren Alt- und Sopranstimmen. Unterstützt wurden sie von den Bässen und Tenören mit lebhafteren und leisen Passagen.

Flötistin Barbara Reil überzeugte die Zuhörer mit den zwei Melodien "Ariette" und "Bourée" des Barockmeisters Georg Friedrich Händel. Die besinnliche Hirtenmusik "Pastorale" von Händels Zeitgenossen Arcangelo Corelli brachten Kerstin und Erwin Kiener mit Oboe und Klarinette gekonnt im zeitweiligen Wechselspiel zu Gehör.

Die erst 13-jährige Chorsängerin Lisa-Marie Kalis trug mit glockenheller Stimme und treffsicheren Tönen "Du bist mein Licht" von Matthias Stempfle vor. Das Orchester erwies sich mit der "Sonata Sancti Spiritus" von Pavel Josef Vejvanovsky, dem mit warmen Klarinettenklang von Erwin Kiener unterlegten "Adagio" aus dem "Avertissement in D" von Georg Augustin Holler und dem Lobpreis "Air" des mährisch-deutschen Komponisten Gottfried Finger als unaufdringlicher und einheitlicher Klangkörper.

Karl Prell vom Pfarrgemeinderat stellte in seinem ersten zum Anlass passenden Zwischentext das Fest "Mariä Lichtmess" von seinem Ursprung her vor und erklärte dessen Lichtsymbolik sowie die nach wie vor gesehene Bedeutung als Ende der Weihnachtszeit.

Dem "Lobpreis des Simeon", in dem Christus als Licht der Welt gefeiert wird, folgten Gedanken und Legenden zum Fest des heiligen Blasius. Nach dem gemeinsamen Lied "Morgenstern der finstern Nacht" von Georg Joseph wurden alle Akteure mit stehendem Applaus verabschiedet. Die beeindruckten Besucher dankten mit einer Spende für die Sanierung der Kirchenorgel.

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