24.06.2015 - 00:00 Uhr
PirkOberpfalz

Beten und still genießen

Stimmungsvoll war das erste musikalische Abendlob in der Auferstehungskirche. "Es ist Zeit, um zur Ruhe zu kommen", sagte Karl Prell.

Der Kirchenchor unter Leitung von Kerstin Kiener hatte großen Anteil am Gelingen des musikalischen Abendslobs in der Pirker Auferstehungskirche. Bild: zer
von Rita KreuzerProfil

Pfarrer Jaison Thomas macht Urlaub in England. Dort in der Anglikanischen Kirche hat der "Even Song", das musikalische Abendlob, eine lange Tradition und kann in den großen Kathedralen täglich gehört werden. "Auch in der katholischen Kirche wurde diese besondere Gottesdienstform, etwa im Kölner Dom und im Bistum Speyer, wieder aufgenommen", erklärte Sprecher Karl Prell. Am Sonntagabend kamen die Pirker Gläubigen ebenfalls in den Genuss.

Es ist eine Zeit, um zur Ruhe zu kommen, zuzuhören, zu genießen und nachzudenken. Auf Anregung von Kirchenchorleiterin Kerstin Kiener ließen das Sängerensemble, das Orchester Pfreimd und Instrumentalisten an der Orgel den Tag mit den Besuchern ausklingen. Am Altar saßen die Streicher und eröffneten mit dem "Andante festivo" von Jean Seibelius. Der Kirchenchor sang auf der Empore "Mein Herr und mein Gott" sowie "Von guten Mächten".

Überzeugend harmonierten beim "Grazioso" Erwin Kiener auf der Klarinette und seine Tochter Kerstin an der Orgel. Plötzlich leuchtete die Abendsonne durch die westlichen Mosaikfenster der Kirche. Zusammen mit der Musik entstand eine fast magische Atmosphäre in der Kirche. Die Orgel spielte Tobias Rupprecht zusammen mit Karl Kiesl und Wolfgang Müller auf der Trompete beim "Concerto F-Dur". "Das Credo" von Jacob de Haan blies Hans Zimmerer auf der Trompete. Zum Finale stimmten Vater und Tochter Kiener den "Evensong" von Frederic Chopin für Orgel und Klarinette an. "Frieden wünsch' ich dir" sang der Kirchenchor, ehe das Orchester unter Leitung von Winfried Siller den Abendsegen und das Wiegenlied von Johannes Brahms spielte. Der Applaus bestätigte die eindrucksvolle Leistung der Mitwirkenden. "Wir wollen es wiederholen", versprach Prell.

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