11.05.2013 - 00:00 Uhr
PirkOberpfalz

Brauhaus Schwab stellt Bierherstellung nach über 486 Jahren ein - Würth übernimmt Marke Zoigl geht nach Windischeschenbach

Der letzte Sud ist gekocht, die Brauerei Pirk nach über 468 Jahren Geschichte. Den hellen und den dunklen Zoigl wird es weiter geben, allerdings nicht mehr aus Pirk, sondern von der Brauerei Würth in Windischeschenbach. Das Wichtigste für Inhaber Dr. Hermann Schwab ist aber, dass die Beschäftigten nicht auf der Straße stehen.

von Uwe Ibl Kontakt Profil

Ein Teil kam bei Schwabs Firma h+s Präzisionsfolien unter. Zwei Fahrer hat Ludwig Würth übernommen, und einer kümmert sich unter dem Dach der Brauerei um Gebäude und viele anderen Dinge bis hin zum Staplerfahren, die einfach gemacht werden müssen, so Schwab. Darunter zählt auch, sich um die Infrastruktur für Feste im Ort von Biertischgarnituren bis hin zu Kühlschränken zu kümmern.

Sinkender Ausstoß

"Wir sind um die 70 und wollen etwas kürzer treten", begründet Schwab auch mit Blick auf seine Frau die Aufgabe der Brauerei. "Wir standen vor der Wahl für den einen oder anderen Betrieb." Nachdem der Bierausstoß auf zuletzt einige 1000 Hektoliter sank, war die Entscheidung klar gegen die Brauerei, die seit 1817 im Familienbesitz ist. "Es macht keinen Sinn, für einen Sud pro Woche alles vorzuhalten."

Ludwig Würth sei ein junger, tüchtiger Unternehmer in der Region, begründete Schwab die Zusammenarbeit mit dem Windischeschenbacher. Der Pirker sprach von angenehmen Verhandlungen. "Wir haben uns schnell verständigt. Der Pirker Zoigl wird als Marke weitergepflegt."
Würth sprach ebenfalls von einer guten Zusammenarbeit, "da wir uns auch menschlich gut verstehen". Offiziell seit 1. Mai ist er für den bisher von Schwab gebrauten Pirker Zoigl zuständig. Gut ergänzt hätten sich auch die Gebinde mit den gleichen Schnappverschluss-Flaschen für den Zoigl in Pirk und Windischeschenbach sowie Euro-Flaschen für die übrigen Biere. "Diese bauchigen Flaschen sind technisch die besten, die wir je hatten", schwärmt Schwab.

Fahrer übernommen

Würth spricht von einem Schritt zur Existenzsicherung für sein Unternehmen durch eine bessere Auslastung und neue Kunden, vor allem im Raum Weiden. Hier werden auch künftig die beiden aus Pirk übernommenen Verkaufsfahrer unterwegs sein. An ihren Lastwagen soll weiterhin das Emblem des Pirker Brauhauses werben.

"Ich hoffe, dass die Kunden treu bleiben, dann sind auch die Arbeitsplätze gesichert", sagt Würth, der insgesamt acht fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt.

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