07.07.2008 - 00:00 Uhr
PirkOberpfalz

Ehrungen zum Auftakt der Feiern zum 125-jährigen Jubiläum der Feuerwehr: Schicksal selbst in Hand genommen

"Wir waren stets eine gute Gemeinschaft, und eine neudeutsch gesagt ,dufte Truppe‘", sagte Vorsitzender Georg Stahl zu Beginn des Kommersabends (wir berichteten) am Samstag. Neben Festreden bot die Veranstaltung auch Gelegenheit, besondere Mitglieder dieser Truppe auszuzeichnen und in die Geschichte zurückblicken.

Viel Zeit nahm sich Günther Beckstein mit Ehefrau Marga für den Besuch zum Auftakt des Feuerwehrjubiläums in Pirk: Nach der ökumenischen Andacht und zwanglosen Gesprächen mit Gottesdienstbesuchern ging der Ministerpräsident mit Feuerwehrvorsitzendem MdL Georg Stahl (links) im Festzug zum eigentlichen Kommersabend. Bild: Popp
von Uwe Ibl Kontakt Profil

Zu Beginn aber stand in der ökumenischen Andacht mit den Pfarrern Dr. Charles Ifemeje und Hans-Peter Pauckstatt-Künkler die Besinnung auf den ersten Grundsatz des Leitspruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr", der zeige, dass Gottes- und Menschenliebe nicht voneinander zu trennen seien. Wer Gott die Ehre gebe, empfinde Ehrfurcht vor Gottes Schöpfung und seinen Geschöpfen. Er sehe sich selbst "auf dem richtigen Platz, den Gott zugewiesen habe", sagte Pauckstatt-Künkler.

Busserl von Festbraut

Neben Stahl sagte auch die Festbraut ein herzliches Dankeschön an alle, die für die Vorbereitung der Jubiläumstage und die laufende Organisation gearbeitet haben. "A Busserl dafür ganz lieb von mir, per Handkuss von dieser Stelle hier", reimte Ramona Forster.

"Sechs der acht bisherigen Vorsitzenden trugen den Namen Johann", erinnerte Immo Wimmer im geschichtlichen Rückblick und ergänzte die Nachnamen Ermer, Schwab, Ach, Stoiber, noch einmal Schwab und Ebneth. Dazwischen führte Wolfgang Fuchs den Verein und seit 1979 Georg Stahl.

Bilder: Ingrid Popp

Auf Ferdinand Bayerl folgten als Kommandanten Robert Baldauf, Josef Wirth, Martin List und jetzt Markus Specht, die sich ebenso wie alle anderen in der Feuerwehr freiwillig engagierten. Frei, weil sie das selbst so wollten und willig, in der "Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen sowie sich aus- und weiterbilden zu lassen."

Die Feuerwehren seien Symbol für die Stärke des ländlichen Raums, betonte Landrat und Ehrenschirmherr Simon Wittmann. "Der ländliche Raum ist zukunftsfähig, weil die Menschen dort noch in der Lage sind, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen." Stellvertretend für das "Heer von Hilfskräften in allen Notlagen" überreichte der Landrat Staatsehrenzeichen für 40 Jahre Feuerwehrdienst an Johann Schieder und Alfons Lorenz sowie für 25 Jahre an Andreas Albrecht, Josef Kummer und Markus Hahn.

Das goldene Buch der Gemeinde lag auf der Bühne für Beckstein bereit. Zuvor hatte Bürgermeister Michael Bauer dem Ministerpräsidenten und auch Stahl für ihren Einsatz für den Schulstandort Pirk gedankt, auch wenn das seinen Preis habe und "unsere ganze Finanzkraft bündelt".

Älter als Regensburg

Es sei eine tolle Sache, "was unsere Vorfahren vor 125 Jahren gemacht haben", lobte Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. Die Weidener Wehr habe 1883 erst für Neugründung der Feuerwehr in Pirk und etwas später für die in Regensburg die Patenschaft übernommen.

Als Zeichen der Gastfreundschaft und des Integrationswillens der Menschen von Pirk bezeichnete Vorsiteznder MdL Stahl die Übergabe einer Jubiläumsurkunde an Pfarrer Ifemeje. Weitere Urkunden erhielten aus der Hand des Ministerpräsidenten Rektor Wimmer, die Ehrenkommandanten Robert Baldauf, Hans Albrecht und Josef Wirth.

67, 65 und 63 Jahre halten Albert Gallersdörfer, Paul Riedl und Alois Waldhier der Wehr die Treue. "Im Jubiläumsjahr möchten wir dafür Danke sagen und Sie mit einer Urkunde ehren", sagte Stahl.

Urkunden übergaben Beckstein und Stahl außerdem an das älteste Vereinsmitglied Alois Spickenreuther, den "Baron von der Salzstraße" sowie stellvertretend für viele andere Feuerwehrfrauen an Sieglinde Fuchs und Agnes Kraus. Schließlich gab es noch Urkunden für den Ehrenvorsitzenden der Weidener Patenwehr, Hans Hartwich, sowie an die Gemeindepolitiker Alfons Ermer senior und Georg Lindner.

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