Kulturfreunde zeigen Werke von Leo Bäumler - In Auferstehungspfarrkirche viele Spuren ...
Kunst des Aufbaus geprägt

Pfarrer Egid Mühlbauer überreicht bei der Vernissage im Gewölbesaal der Brauerei Schwab an Karola Bäumler eine Predigt aus dem Jahr 1990. Damals hatte er die Weihnachtskrippe von Leo Bäumler thematisiert. Bild: bey
Lokales
Pirk
15.04.2013
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Die Kulturfreunde würdigten Leo Bäumler mit einer Ausstellung im Gewölbesaal der Brauerei Schwab. Vorsitzender Dr. Hermann Schwab nannte den Verstorbenen einen der wichtigsten Künstler, der am Bau der Auferstehungskirche mitgewirkt hatte. Für die Musik sorgte die Gruppe "GloryUs".

Rund 20 Werke Bäumlers, seiner Tochter Antonie und seines Sohnes Quirin präsentierten sich den Besuchern in eindrucksvoller Form. An die Zeit der Arbeit Leo Bäumlers in den Jahren 1964 bis 1967 erinnere er sich noch gut, weil er den Künstler im elterlichen Haus kennen gelernt habe, sagte Schwab.

Die Ausstellung könne als Start für die Feier zum 50-jährigen Jubiläum der Auferstehungskirche 2014 betrachtet werden. Zur Vernissage waren auch Karola Bäumler, die Witwe des Künstlers, dessen Sohn Quirin sowie Tochter Antonie gekommen.

Quirin Bäumler hatte zur Erinnerung an den Vater einen Text von Wolfgang Herzer, des Vorsitzenden des Kunstvereins Weiden mitgebracht, der einer Biografie gleich, das Leben des Künstlers erzählt. Demnach gab der 1925 geborene Leo Bäumler zusammen mit drei weiteren Künstlern Ende der fünfziger Jahre der nördlichen Oberpfalz das "künstlerische Gesicht".

Seine bedeutendsten Werke sind im kirchlichen Umfeld zu finden. Die Arbeiten Bäumlers in der Auferstehungskirche Pirk sind Beispiele moderner sakraler Kunst. Andere Werke Bäumlers sind ein Spiegelbild des eigenen Lebens mit Darstellung der Gefangenschaft nach dem zweiten Weltkrieg und der Verwundung in Stettin.
Aber auch die Einstellung des weltoffenen Katholiken kommt zum Ausdruck. Der Freiheitsdrang des Künstlers, bereits in der Kindheit beginnend, setzte sich um in das "weite Land des künstlerischen Gestaltabenteuers" als eigene berufliche Zukunft. Die mehrjährige Tätigkeit in den Niederlanden weisen ihn als "Europäer der ersten Stunde" aus.

Pirks ehemaliger Pfarrer Egid Mühlbauer nannte die Kunst die "Sprache Leo Bäumlers". Allzu gerne hätte der Geistliche den Ambo mit dem Sämann und die Tabernakelstele aus der Marienkirche als Spitzenwerke Bäumlers in der Ausstellung gesehen. Auch Bäumlers Weihnachtskrippe von 1990 hätte eigentlich in die Schau geholt werden müssen. Zur Erinnerung an dieses Werk übergab Mühlbauer eine Predigt, in der er einst über die Krippe gehalten hatte, an die Witwe Karola Bäumler.
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