19.10.2017 - 20:02 Uhr
PirkOberpfalz

Gemeinderat diskutiert über Auslgeichsflächen für neuen Sportplatz Es geht um Kommastellen

Kann ein Zehntel einer Kommastelle den Bau des neuen Sportplatzes beeinflussen? Für die Gemeinde Pirk macht es einen Unterschied, ob der Ausgleichsfaktor 0,2 oder 0,7 lautet. Verhandlungen mit der Naturschutzbehörde ergeben nun 0,3.

Fragen des Naturschutzes beschäftigen den Gemeinderat bei den Einwendungen zum geplanten neuen Standort des Sportparks an der südlichen Ortszufahrt besonders. Die Bedenken der Experten des Landratsamtes nimmt das Gremium auf und spricht sich beispielsweise für eine insektenfreundliche Flutlichtanlage mit einem geeigneten Lichtspektrum und ohne heiße Lampen aus. Bild: Schönberger
von Michaela Lowak Kontakt Profil

"Damit können wir leben", sagte Bürgermeister Michael Bauer. Das sahen die Mitglieder des Gemeinderats ebenso. Auf der Tagesordnung standen die Anregungen zum Bebauungsplan "Sportpark Pirk". Es ging um die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange. Ein erster Entwurf war im August vorgestellt und ausgelegt worden. Von Bürgern seien keine Einwände eingegangen, informierte Bürgermeister Bauer. Lediglich die Untere Naturschutzbehörde und der Regionale Planungsverband hätten Bedenken angemeldet.

Der Naturschutz habe zunächst einen Ausgleichsfaktor von 0,6 oder 0,7 gefordert. Der Ausgleichsfaktor wird mit der Eingriffsfläche multipliziert. Daraus ergibt sich die notwendige Ausgleichsfläche. "Wir haben uns dann auf 0,3 geeinigt", gab Bauer bekannt - und nannte Gründe: Durch einen Sportplatz entstehe sowieso nur eine geringstmögliche Versiegelung. Dem Regionalen Planungsverband habe die Lage zunächst nicht gefallen. "Doch mitten im Ort passt ein Fußballplatz auch nicht", sagte der Rathauschef. "Und weiter draußen ebenso wenig." Der Billigungs- und Auslegungsbeschluss fiel schließlich einstimmig. Damit ist die Kommune dem Vorhaben, im Pirker Süden einen neuen Sportplatz zu bauen, einen Schritt näher.

Der Neubau eines Sportplatzes war notwendig geworden, da der alte Platz für die Erweiterung der Firma Constantia benötigt wird. Auf der neuen Fläche entstehen ein Sportheim samt Kegelbahn, ein A- und B-Platz, drei Tennisplätze, ein Spielplatz, eine Eisstockbahn und ein geschotterter Parkplatz.

Ein weiteres Thema war der Austausch von Rauchmeldern in der Josef-Faltenbacher-Schule. Bei einer Prüfung war festgestellt worden, das die alten Geräte durch neue Melder, die der DIN-Norm 14677 entsprechen, ersetzt werden müssen. Die Verwaltung hatte bei vier Firmen nachgefragt, doch nur die Faltenbacher GmbH aus Pirk hatte ein Angebot abgegeben. Die Rauchmelder werden nun zum Preis von 12 521 Euro ausgetauscht.

Zustimmung fand der Antrag von Claudia und Klaus Hartz aus Oberpframmern, einen neuen Schafunterstand mit Bergeraum und einen neuen Geräteschuppen zu bauen. Dieser soll als Ersatz für den alten, baufälligen Schuppen dienen.

Bürgermeister Michael Bauer gab außerdem bekannt, dass der frühere Gemeinderat Paul Hautmann verstorben ist. Er war von 1966 bis 1972 im Gremium der ehemaligen Gemeinde Enzenrieth und anschließend bis 1978 im Gemeinderat der Gemeinde Pirk. Zuletzt lebte er in Trevesen im Steinwald.

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