13.10.2017 - 20:18 Uhr
PirkOberpfalz

Außerordentliche Mitgliederversammlung SpVgg wächst um zwei Sparten

Die SpVgg Pirk hat demnächst zwei neue Abteilungen. Weniger schmecken den Mitgliedern steigende Beiträge. Dennoch sträuben sie sich nicht dagegen.

Keglerchefin Melanie Neiser legte ihren Mitgliedern die Fusion ihres Vereins mit der SpVgg Pirk ans Herz. Bild: zer
von Rita KreuzerProfil

Zu diesen beiden Themen gab es eine außerordentliche Sitzung des Hauptvereins. Zweiter Vorsitzender Karlheinz Ströbert erläuterte die Gründe für die Änderung der Beitragsstruktur. Dies liege an den Richtwerten des Landessportverbands und betreffe vor allem Jugendliche der Abteilungen Turnen und Fußball. Diese Richtwerte seien wichtig im Hinblick auf Zuschussanträge, betonte Ströbert.

Die Beiträge des Hauptvereines bleiben unverändert. Man habe auch Beitragssätze der Nachbarvereine verglichen. Selbst nach einer Erhöhung seien die Gebühren bei der SpVgg Pirk immer noch am unteren Rand des Spektrums. Bei den Turnern sind für Kinder bis 17 Jahre zehn Euro fällig, bei den Fußballern bis 13 Jahre 15 Euro und ab 14 Jahre 20 Euro. Die Vorschläge nahm die Versammlung einstimmig an.

Groß ist das Interesse, eine neue Stockschützen-Abteilung für Eis und Asphalt zu gründen. "Es haben sich bereits viele Interessenten gemeldet, die auch schon auf dem bestehenden Gelände eine solche Anlage errichten wollten. Um für das neue Sportgelände Zuschüse beantragen zu können muss die Gründung bereits jetzt erfolgen," mahnte Ströbert zur Eile.

Der eigenständige Kegelverein SKK hat Interesse, unter das Dach der SpVgg zu schlüpfen. Dies sei die Voraussetzung, um im neuen Sportgelände eine förderfähige Vier-Bahn-Anlage umzusetzen. Auch hier stimmte die Versammlung zu.

Nachdem sich die SpVgg Pirk bereit erklärt hatte, den Sportkegelklub (SKK) als Abteilung aufzunehmen, stimmten die Kegler in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ebenfalls dafür. Auch wenn der Club nicht mehr eigenständig ist, will er 2018 trotzdem sein 50-jähriges Bestehen feiern.

Der SKK ist nicht nur einer der erfolgreichsten Vereine, er ist auch mit einer der ältesten des Ortes. Fünf Mannschaften sind im Spielbetrieb. Durch die Fusion sollte sich ein entscheidender Vorteil für den Bezirksoberligisten ergeben, denn er muss seine Wettkämpfe auf einer Vier-Bahnen-Anlage bestreiten. Das geht in Pirk nicht, wohl aber auf der Anlage der SpVgg Weiden. Dort mieten sich die Pirker nun schon in der dritten Saison ein.

Das könnte sich ändern, wenn das Sportheim der SpVgg Pirk neu gebaut wird und der Keller eine Vier-Bahnen-Anlage bekommt. "Das ist eine Chance für uns. Damit könnten wir weitere Bürger für unseren Sport begeistern," unterstrich Vorsitzende Melanie Neiser.

Einiges ändert sich jedoch mit dem Beitritt zu SpVgg. Die fördernden Mitglieder des SKK sind von dieser Fusion nicht betroffen und daher bei Abstimmungen nicht stimmberechtigt. Zudem werden die Beiträge gemäß der BLSV-Richtlinien angepasst. Fördernde Mitglieder zahlen weiterhin zwölf Euro an den SKK Pirk, aktive Erwachsene 48 Euro an den Hauptverein der SpVgg und 62 Euro an den SKK (bisher 78 Euro).

Jugendliche bis 13 Jahre entrichten an den Hauptverein 15 Euro, 14- bis 17-Jährige 25 Euro und 18- 21-Jährige 30 Euro, Über-21-Jährige 48 Euro. Der SKK Pirk verlangt bis 18 Jahre 25 Euro und darüber 62 Euro ein.

Die Fusion wurde mit 16 Ja-Stimmen und einer Enthaltung angenommen, wobei nur volljährige aktive Kegler stimmberechtigt waren. Die neuen Beiträge akzeptierten 17 Mitglieder.

Neues Sportelände

Karlheinz Ströbert stellte die Planungen für das neue Sportgelände vor und lobte die Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Es zeichnet sich ab, dass der Baubeginn nicht vor Mitte 2018 und die Fertigstellung nicht vor Ende 2019 möglich sind. Bürgermeister Michael Bauer ergänzte, dass es nicht schneller gehe. Die Planungs- und Genehmigungsabläufe seien sehr umfassend. Bei den Einwendungen, die in der nächsten Gemeinderatssitzung am 17. Oktober behandelt werden, sei bislang nichts Unüberwindbares dabei. Beim Natur- und Landschaftsschutz habe das Landratsamt eine optimistische Einschätzung abgegeben. (zer)

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