10.10.2017 - 20:10 Uhr
PirkOberpfalz

Junge Talente bei Pirker Kulturfreunden Singen macht Spaß

Eine musikalische Reise junger Talente präsentieren die Kulturfreunde den vielen Besuchern im Pfarrsaal. Mit vielen Informationen gespickt moderiert Karl Prell die Veranstaltung.

Magdalena Vollath, begleitet von Johann Grajer am Piano, begeistert die Zuhörer mit Mozart und ihrer gewaltigen Stimme.
von Redaktion OnetzProfil

Im ersten Teil stellte sich der Jugendchor "Sin falta" (spanisch: "ohne Zweifel") aus Grafenwöhr unter Leitung von Ute Groß vor. 40 Mitglieder zwischen 13 und 21 Jahren, meist Mädchen, vereint die Freude am Singen.

Obwohl die Hälfte der Mitwirkenden wegen grippaler Infekte nicht auftreten konnte, zeigte der Chor mit modernen Liedern Ausschnitte aus seinem Repertoire: mehrstimmig dargeboten mit jugendlichen, hellen Tönen, perfekt überlagerten Oberstimmen und vor allem auch mit einer ansteckenden Fröhlichkeit. Der Kanon "Singen macht Spaß" war symbolisch für den Auftritt.

Nicht ohne Zugabe

Für die musikalische Untermalung sorgten die Chorleiterin an der Gitarre und Christoph Ertl am Cajon. Nach dem Song "Der ewige Kreis" aus dem Musical "König der Löwen" und dem Lied "Nimm dir Zeit" mit verschiedenen Solosängerinnen folgte mit dem neu bearbeiteten Abba-Song "Mamma mia" ein erster Höhepunkt, begleitet von Johann Grajer am Piano, der kurzerhand für den ebenfalls erkrankten Klavierspieler des Chores eingesprungen war. Gefühlvoll interpretierte "Sin falta" sowohl "Let it be" von den Beatles als auch den Unicef-Song 2008, "Hand in Hand". Die Sängerinnen Rebecca und Katrin stimmten dann das nächste Highlight an: "Sound of Silence" von Simon and Garfunkel. Ohne Zugabe wurden der Chor nicht entlassen und forderte mit dem Gospel "Oh happy Day" zum Mitsingen auf. Kein Kind von Traurigkeit war auch Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Lieder und Arien den zweiten, zunächst klassisch geprägten Teil des Konzertes einleiteten, dargeboten von der Weidener Sopranistin Magdalena Vollath und dem Neustädter Bariton Raphael Ernst.

Die 20-jährige Magdalena lebt für den klassischen Gesang und fuhr schon während der Abiturvorbereitungen zweimal in der Woche zum Unterricht nach München in die Musikhochschule, wo sie nun studiert. Begleitet von Johann Grajer am Piano, imponierte die Sängerin mit Mozarts festlichem ersten Satz aus der lateinischen Motette "Exsultate, jubilate". Ihre gesanglichen Fähigkeiten - stimmgewaltig, tonsicher - zeigte sie auch in der "Arie der Despina" aus Mozarts Oper "Cosi fan tutte".

Klarer Bariton

Raphael Ernst, 24-jähriger Student für das Lehramt an Mittelschulen, macht seit acht Jahren klassische Gesangsausbildung. Seine stimmliche Qualität mit kräftigen, klaren Baritontönen, begleitet von Tobias Rupprecht am Piano und kombiniert mit zu den Gesangsbeiträgen passender schelmischer Gestik und Mimik, stellte Ernst unter anderem bei seinen Mozartliedern und -arien unter Beweis. In "Die Warnung" sang er davon, die Zuckerplätzchen - gemeint sind die jungen Mädchen - einzusperren, und seine Rolle als "Vogelfänger" aus der "Zauberflöte" nahm man ihm gesanglich gerne ab.

Vorsitzender Hermann Schwab dankte den Künstlern. Statt eines Eintrittsgeldes bat er die Besucher um eine Spende.

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