Sportpark kostet knapp neun Millionen Euro
Schock für die SpVgg Pirk

Unbeeindruckt vom frostigen Winter ziehen die Bauarbeiter die Mauern für die riesigen Lagerhallen von Constantia Hueck auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes der SpVgg Pirk in die Höhe. Bild: Schönberger
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Pirk
23.02.2018
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Trotz frostiger Temperaturen wachsen die Mauern für die beiden Constantia Hueck-Lagerhallen auf dem ehemaligen Sportplatz in den Himmel. Die SpVgg Pirk dagegen ist geschockt.

Constantia Hueck hat das Sportgelände an der Pappelallee im vergangenen Jahr von der Gemeinde erworben. Die Firma Aumer errichtet darauf zwei Lagerhallen, die der Folienhersteller anmietet: Die große wird 121 mal 61 mal 15 Meter (7400 Quadratmeter) und die kleinere 95 mal 45 mal 11 Meter (4200 Quadratmeter). Fertigstellungstermin ist der 1. Dezember 2018.

Die SpVgg Pirk mit ihren 460 Mitgliedern in den Sparten Fußball, Tennis und Turnen dagegen sieht mit großen Erwartungen ihrem neuen Sportpark entgegen. Er soll in Richtung Pischeldorf, kurz nach dem Friedhof, entstehen.

Doch in dieser Woche wurde den Verantwortlichen die Freude gehörig verhagelt, als sie die Kosten für das Großprojekt erfuhren. "Es sind knapp neun Millionen Euro", bestätigt zweiter Vorsitzender Karlheinz Ströbert. "Wir sind alle geschockt", gesteht der für den Neubau Verantwortliche. Allein das Gebäude mit Sportheim und Kabinentrakt ist mit 5,6 Millionen Euro veranschlagt, die Außenanlagen mit zwei Fußballfeldern und drei Tennisplätzen mit 2,6 Millionen Euro.

"Das können wir uns nicht leisten", gibt Ströbert zu. Jetzt müsse ganz brutal abgespeckt werden. Nach einem Gespräch am Donnerstag mit der Juretzka Architekten GmbH sieht er schon Möglichkeiten, die Kosten zu drücken. Er nennt zum Beispiel den Kraft- und den Gymnastikraum.

Nicht rütteln will die SpVgg dagegen am Kleinspielfeld für Kinder und an der Kegelanlage mit vier Bahnen. Schließlich seien die Weichen für eine Fusion mit dem Sportkegelklub Pirk gestellt. Das gelte natürlich nur, wenn die Kegelbahn gebaut werde. Ebenso soll nicht auf die beiden Stockbahnen - ein relativer kleiner Posten - verzichtet werden.

In der Pflicht sieht die SpVgg natürlich die Gemeinde. Wie weit das Engagement von Bürgermeister Michael Bauer und dem Gemeinderat geht, wollte der Funktionär nicht sagen. Nur so viel: Die Dinge, die die SpVgg bereits auf dem alten Gelände hatte, müsse die Kommune "eins zu eins umsetzen". Der Rathauschef war am Freitag nicht zu erreichen.
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