30.08.2017 - 20:00 Uhr
PirkOberpfalz

Spvgg Pirk räumt Sportgelände für Betreibserweiterung Constantia-Folien Ab November heimatlos

Am 28. Oktober spielt die SpVgg Pirk gegen den SV Waldau das letzte Mal auf dem Sportgelände an der Richard-Hülsmann-Allee. Danach dreht Vorsitzender Josef Schiesl den Schlüssel um und die 68 Jahre alte Sportanlage ist Geschichte.

Die SpVgg-Vorsitzenden Josef Schiesl und Karlheinz Ströbert (von rechts) blicken zwar skeptisch aber doch mit Optimismus in die Abendsonne. Schließlich sind die Tage für das Sportheim gezählt. Zwar unterstützen sie die Entwicklung, aber sehen doch viel Arbeit vor sich. Bild: fz
von Ernst FrischholzProfil

Der Verein ist dann wohl für zwei Jahre oder länger heimatlos. Das Aus für die Sportanlage mit A- und B-Spielfeld, vier Tennisplätzen, 100 Meter Tartanbahn sowie Gebäude mit Umkleidekabinen, Sanitäranlagen und einem Gastraum für 100 Personen ist nicht etwa der Tatsache geschuldet, dass das Areal in einem zu schlechten Zustand wäre. Ganz im Gegenteil. Das Ende ist vielmehr, wie berichtet, der Erweiterung von Constantia Hueck um zwei große Logistikhallen geschuldet.

Zu meinen, bei der SpVgg wäre man sauer, ist falsch, betonen die Vorsitzenden Josef Schiesl und Karlheinz Ströbert. "Die Tatsache, dass Constantia in Pirk expandiert, sichert den Standort und ist eine große Sache für Pirk und die Region."

Allerdings müssen sie nun schauen, wie es mit dem Verein weitergeht. "Der Bürgermeister und die Planer haben frühzeitig mit uns gesprochen", heben Schiesl und Ströbert heraus. "Wir haben den Ist-Zustand aufgezeichnet und den Planern für das neue Sportgelände auch unsere Wünsche mitgeteilt." Das ist ein Kleinspielfeld für die Kinderteams und im Sportheim eine Kegelbahn für den SKK, der mit der SpVgg fusionieren wolle. Außerdem laufen Gespräche zwecks Gründung einer Stockabteilung, die zwei Bahnen bekommen soll. Selbstverständlich sind die Plätze für die Tennisabteilung.

er Sport an einem Ort und unter einem Dach, dem der Spielvereinigung, das ist die Vision der beiden Vorsitzenden. Der Flächennutzungsplan für das neue Sportgelände nach dem Friedhof an der Straße nach Pischldorf wurde bereits im Gemeinderat behandelt. "Die Planung läuft, aber bis wir wieder eine neue Heimat haben, vergehen mindestens zwei Jahre", sind sich die Vorsitzenden sicher. Bis dahin durchläuft die SpVgg eine schwierige Zeit.

Die Fußballer werden das gesamte nächste Jahr auswärts spielen. Partner sind die DJK Irchenrieth und der VfB Rothenstadt. Im Kinder und Jugendbereich hat man mit diesen Vereinen schon bisher Spielgemeinschaften. Ab dem Frühjahr trainieren die Kicker in Irchenrieth. "Das bringt natürlich alles höhere Kosten mit sich." Dazu kommt, dass es keine Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Getränkeeinnahmen im Sportheim oder aus der Bandenwerbung gibt. "Wir hoffen, dass uns die Gemeinde auffangen wird", sagt Ströbert. "Es wird schwierig, aber wir freuen uns, dass etwas Neues entsteht, das dem Sport in Pirk eine gute Basis und Zukunft bietet", freut sich Schiesl.

Wenn im November der Rückbau beginnt, wird die SpVgg in einem Flohmarkt sämtliches Inventar des Innen- und Außenbereichs zum Verkauf anbieten.

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