24.08.2017 - 20:00 Uhr
PirkOberpfalz

Zu Besuch im Bergbau- und Industriemuseum Energie einst und jetzt

Vom 100 Jahre alten Bierwärmer bis zum modernen Solarpark reichte die Bandbreite der Themen, die Mittelschüler aus Pirk in Theuern erkundeten.

Johanna Baumann führte die Schüler durch das Museum und beantwortete alle Fragen. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Pirk/Theuern. Im Mai fuhren wir, die 7. Klasse der Josef-Faltenbacher-Mittelschule Pirk, zusammen mit der 5. Klasse und der 6. Klasse des Heilpädagogischen Zentrums Lebenshilfe für Behinderte Irchenrieth nach Theuern. Um 8.15 Uhr ging es los. Die Busfahrt war recht angenehm und dauerte etwa eine halbe Stunde. Um 8.50 Uhr kamen wir schließlich in Theuern an. Frau Seebauer und Frau Baumann erwarteten uns schon und teilten uns in zwei Gruppen ein.

Die 5. und 6. Klasse erkundeten zusammen mit Frau Seebauer die Spiegelglasschleife und Mühle in der Außenstelle des Bergbau- und Industriemuseums, unsere 7. Klasse stieg zusammen mit Herrn Kramer und Frau Baumann zunächst in den ersten Stock hinauf, ins Strommuseum.

Dort gab es von Frau Baumann eine kurze Einführung in den geschichtlichen Hintergrund des Gebäudes. Hier erfuhren wir, dass dieses Museum aufgeteilt ist, und zwar in die Anlage der Spiegelglasschleife im Erdgeschoss und dem 1. Stock und das Strommuseum im 2. Stockwerk.

Im schön gestalteten Eingang des Strommuseums erklärte uns Frau Baumann zunächst, was Strom ist und welche Aufgaben das "Bayernwerk" hat. Sie stellte uns einige knifflige Fragen über das Thema Strom, die wir aber gut beantworten konnten. Frau Baumann erklärte uns, dass die Mitarbeiter des Bayernwerks beispielsweise permanent überprüfen, dass wir in Bayern genügend Strom bekommen, wenn wir ihn brauchen.

Nun eilten wir in den hinteren Teil des Dachgeschosses, wo unsere Klasse über Grundlagen der Stromerzeugung aufgeklärt wurde. Über die fossilen Energieträger, wie Stein- und Braunkohle, Erdgas oder Erdöl, bis hin zu den erneuerbaren (regenerativen) Energien wie Wasser, Sonne, Wind, haben wir viele wichtige Details erfahren.

Öl geht zur Neige

Interessant und erschreckend zugleich war die Tatsache, dass in etwa 70 Jahren die natürlichen Ressourcen an Erdöl oder Erdgas aufgebraucht sein können. Daher haben es sich das Bayernwerk und andere Energieunternehmen zur Hauptaufgabe gemacht, dieses Problem mit den erneuerbaren Energien zu lösen. Frau Baumann schilderte uns viele Vorteile, aber auch einige Probleme dieser scheinbar endlosen und sauberen Energiequellen.

Solarfelder und Photovoltaikanlagen benötigen die Sonne, um deren Energie ins Stromnetz einzuleiten oder in Akkus zu speichern. Schieben sich Wolken vor die Sonne, erzeugen diese Anlagen weniger Strom. Als Ausgleich dafür dienen unter anderem Speicher-Wasserkraftwerke, die das Gefälle nutzen, um mithilfe riesiger Wasserturbinen Strom zu erzeugen. Beim Thema Wasserkraftwerk stoßen die Experten auch an ihre Grenzen, da fast alle günstigen Gebiete bei uns schon mit derartigen Kraftwerken versorgt sind und neue Kraftwerke die Naturschützer auf den Plan rufen. Beim Thema Windenergie ist es ähnlich, kein Wind bedeutet keinen Strom. Diese erneuerbaren Energien durften wir an Modellen ausprobieren und kamen so auf die Vor- und Nachteile.

Frau Baumann beantwortete viele Nachfragen und diskutierte mit uns über die Gefahren der Atomenergie. Im nächsten Schritt lernten wir die unterschiedlichen Spannungen kennen, Höchstspannung versus Hochspannung, verschiedene Stromkabel, und ließen uns anhand der Schaubilder auch den Begriff "Geothermie" erklären.

Nachdem wir uns die Biogasproduktion angeschaut hatten, begaben wir uns in einen weiteren Nebenraum, in dem uns Frau Baumann ein Modell eines "modernen" wärmeisolierten Hauses zeigte.

Energieeffiziente Häuser verbrauchen wenig Strom und können sogar eigenen Strom produzieren. In einem kurzen Dokumentationsfilm erhielten wir noch einen interessanten Einblick über die Tätigkeiten des Bayernwerks. So muss es dafür sorgen, dass immer Strom für die Abnehmer zur Verfügung steht, und das Leitungsnetz in Ordnung zu halten.

Alte Elektrogeräte

Ein letztes Highlight unserer zweistündigen Führung waren die alten elektrischen Geräte, wie zum Beispiel das älteste elektrische Gerät im Strommuseum, ein Bierwärmer von 1915.

Wir bedankten uns bei Frau Baumann für diesen interessanten Vormittag und verabschiedeten uns. Gegen 11.20 Uhr traten wir zusammen mit den anderen beiden Klassen unsere Heimfahrt nach Pirk an. Insgesamt war unsere Exkursion sehr lehrreich und hinterließ bei uns viele neue Eindrücke zum Thema Strom.

von der 7. Klasse der Josef- Faltenbacher-Mittelschule Pirka) Was ist der Fachbegriff für Kernenergie?

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp