Dorfkapelle in Vöslesrieth ist 50 Jahre alt
Symbol für die Liebe zum Dorf

Die Vöslesriether feierten mit vielen Gästen das 50-jährige Bestehen ihrer Kapelle. Stadtpfarrer Pater Hans Ring nannte das Kirchlein einen Ort der Begegnung mit Gott. Bild: bey
Freizeit
Pleystein
09.07.2017
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Seit einem halben Jahrhundert ist die kleine Kapelle der unübersehbare Mittelpunkt des Pleysteiner Ortsteils Vöslesrieth. Die Jubiläumsfeier und das anschließende Dorffest ziehen die Besucher in Scharen an.

Vöslesrieth. Am Samstagabend feierten die Bürger mit vielen Gästen das 50-jährige Bestehen der Dorfkapelle. Der Ort erlebte einen regelrechten Ansturm der Gäste, die Parkmöglichkeiten waren erschöpft. Josef Völkl, Vorsitzender der Feuerwehr und Sprecher der Dorfgemeinschaft, ging auf die Bedeutung des Kirchleins ein. Für die Vöslesriether sei die Kapelle der wahre Mittelpunkt allein schon mit dem Blick auf das Läuten zur Morgen-, Mittags- und Abendzeit, dem jährlichen Patrozinium, den Maiandachten und der Weihnachtsfeier. "Bei Todesfällen hält dort der Ort inne, versammelt sich zum Rosenkranz, die Menschen teilen das Leid", sagte Völkl. Gleichzeitig verkörpere das Gotteshaus Zusammengehörigkeit und Glaubensgemeinschaft, vermittle den Kindern deren Aufgabe, dort Mut und Hoffnung erfahren zu können.

Stadtpfarrer Pater Hans Ring bezeichnete das Jubiläum der Kapelle als richtigen Moment, um über die im Evangelium erzählte Begegnung der Frauen Maria und Elisabeth nachzudenken. Diese Begegnung "atme" den Geist von Freude und Zuneigung. Dies sollten die Menschen auf sich als Impuls für die eigenen alltäglichen Begegnungen übertragen, bat der Geistliche. Damit werde das Leben geprägt, das Beispiel Maria und Elisabeth zeige auch die Möglichkeit daraus Kraft und Freude zu schöpfen. "Das abendliche Fest soll deshalb gute Begegnungen mit sich bringen, wohl wissend, dass jede menschliche Begegnung auch eine Begegnung mit Gott selbst ist", sagte der Geistliche. Der Kirchenchor unter Leitung von Alexander Völkl begleitete den Gottesdienst.

Bürgermeister Rainer Rewitzer lobte die Bereitschaft der Bevölkerung, sich in den vergangenen Jahren um die Renovierung des kleinen Gotteshauses gekümmert zu haben. Dies sei ein deutliches Zeichen von Zusammenhalt und Liebe zum Dorf, betonte das Stadtoberhaupt.

Als Rewitzer abschließend von einem folgenden "rauschenden Dorffest" sprach, hatte er völlig recht. Die Sitzplätze reichten nicht aus, immer wieder mussten Biertischgarnituren heranschafft werden. Der Pizzaofen lief auf Höchstleistung, an den Verkaufsständen für die Bratwürste und Steaks bildeten sich lange Schlangen. Die Nachspeisen ließen den Besuchern das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Bar mit den sommerlichen Mixgetränken war der große Anziehungspunkt. Ein besonders Lob verdienten die Dorfmusikanten "Lothar und Maggi". Sie spielten mit kurzen Pausen den Abend über in angenehmer Lautstärke auf.
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