Christoph Baierl begeistert in seiner Heimatstadt
Facettenreich und charmant

Sänger Christoph Baierl nutzte seine "Heimspiele" und begeisterte zusammen mit Kenneth Berger am Piano bei den ausverkauften Konzerten "Weihnachten daheim" in der Pleysteiner Unterkirche am Freitag und Samstag. Bild: pi
Kultur
Pleystein
12.12.2016
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Christoph Baierl lebt zwar inzwischen in Regensburg, ein Heimspiel war es am Freitag aber schon. Schließlich ist der "Gentleman mit Ausnahmestimme" - so der Titel seiner CD - ein waschechter Pleysteiner. Und dieser hat mit seinem Konzert "Weihnachten daheim" vollauf begeistert.

Eine ausverkaufte Unterkirche war für den Sänger - der auch als Moderator bei "Radio Ramasuri", Coach für Stimme und Rhetorik sowie Schauspieler bei der "Stadtmaus Regensburg" aktiv ist - eine glänzende Voraussetzung für einen Konzertabend nach Maß.

Den Einstieg nach "Hänsel und Gretel", einem Adventslied aus der Märchenwelt, nutzte der 27-Jährige jedoch erst einmal mit einem Augenzwinkern, Weihnachten "als die Zeit des Streitens" zu bezeichnen. "Es ist die Zeit, in der die Menschen am häufigsten streiten", meinte er zu den "40 Tagen davor und 40 Tagen danach".

Das war's dann aber schon mit der leisen Kritik und Baierl zeigte sich - vorzüglich begleitet von Kenneth Berger am Piano - von seiner gesanglichen Seite, und das in Perfektion.

Ratschläge für die Pause

Der Künstler beherrscht alle Facetten des Gesangs, ob leise oder etwas lauter, schwungvoll oder einfühlsam. Beweise dafür lieferte er - in Deutsch, Latein und Englisch - bei "Winter Wonderland", "Adeste fideles", dem Ronan-Keating-Song "When you say nothing at all" oder "Your song" von Elton John. Das galt auch für "The little drummer boy", "Jingle bells", "The power of love" und "Es ist ein Ros entsprungen".

Für die Pause hatte Baierl auch ein paar Ratschläge für die aufmerksamen Zuhörer, etwa: "Sie können etwas trinken; denn mit einem Schwips hört sich's leichter." Im Übrigen war für ihn das "Christkind schon früher gekommen". Als Grund nannte er die Herausgabe seiner CD mit drei Live-Aufnahmen. "Let it snow" wünschte sich der Sänger am Beginn des zweiten Teils, der mit "Wonderful tonight" von Eric Clapton weiterging. Seine Vielseitigkeit zeigte er außerdem mit den Liedern "Maria durch ein Dornwald ging", "It's the most wonderful time of the year", "Es wird schon gleich dunkel" und "Be still". Eine Hommage an den Weltstar Leonhard Cohen durfte nicht fehlen: "Hallelujah" - ebenfalls ein Song auf der CD. Nach "O du fröhliche" kamen schließlich vom Publikum geforderte Zusagen.
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