26.02.2018 - 20:34 Uhr
Pleystein

Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft der Pleysteiner Holzschnitzer Schnitzer suchen Verstärkung

Die Interessengemeinschaft der Pleysteiner Holzschnitzer setzt weiterhin auf Gerhard Müller als Vorsitzenden. Unterstützt wird er ab sofort von seinem neuen Stellvertreter Lothar Bock.

Gerhard Müller (Zweiter von links) bleibt Vorsitzender der Pleysteiner Holzschnitzer. Lothar Bock (Vierter von links) ist neuer Vize. Ebenfalls neu im Amt ist Kassier Josef Weig (Dritter von rechts). Angelika Kleiner (rechts) bleibt Schriftführerin. Josef Schafbauer (links), Hermann Schneider (Dritter von links) und Peter Puff (Vierter von rechts) werden als Beisitzer gewählt. Stadtrat Peter Trstan (Zweiter von rechts) lobt die Schnitzer für den Erhalt der Tradition. Bild: bey
von Walter BeyerleinProfil

Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Weig wählten die 24 stimmberechtigten Mitglieder die neue Spitze der Interessengemeinschaft. Josef Weig führt künftig die Kasse. Um die Chronik kümmert sich weiterhin Angelika Kleiner. Als Beisitzer fungieren Josef Schafbauer, Peter Puff und Tobias Forster, der gleichzeitig die Aufgabe des Holzwartes übernimmt. Die Kasse prüfen Herbert Putzer und Gerhard Janker.

"Zurzeit zählt die Holzschnitzergemeinschaft 41 Mitglieder", berichtet Gerhard Müller. In der kommenden Saison werden sich die Schnitzer zu 30 Schnitzabenden treffen, kündigte er an. Das Vereinsjahr sei nach der Ausstellung im Vorjahr ruhiger verlaufen, räumte der Vorsitzende ein. Der Erlös aus der Teilnahme an verschiedenen Festen samt einem Betrag aus der Vereinskasse, insgesamt 960 Euro, wurde der Stadt für den Springbrunnen im Herrnpoint-Weiher gestiftet. Beteiligt haben sich die Schnitzer auch wieder an den Weihnachtsmärkten auf Burg Trausnitz und in Vohenstrauß. Mit einer gemeinsamen Brotzeit Anfang März wird die diesjährige Schnitzsaison beendet.

Stadtrat Peter Trstan freute sich, dass das jetzige Schnitzdomizil im Werkraum der Zottbachtalschule den Wünschen der Gemeinschaft entspreche. Die Stadt sei stolz auf die Holzschnitzer, betonte er. Ihn selbst habe die Ausstellung im "Bachofnersaal" sehr beeindruckt.

"Das Schnitzen als Hobby wird als alte Tradition von Generation zu Generation weitergetragen. Dabei fällt auf, dass jede Region ihren ganz eigenen Stil hat", sagte Trstan. Gerade deshalb sei die Weitergabe des Pleysteiner Könnens an eine junge Generation notwendig. Der Stadtrat bot den Schnitzern an, bei Interesse Verbindungen zu Schnitzern im östlichen Nachbarland herzustellen. Ein Angebot, das unter Beifall angenommen wurde.

Die Mitglieder wünschten sich Tipps und Unterstützung von einem Bildhauer - vor allem, was das Schnitzen von Gesichtern angeht. Für die Anwerbung junger Holzschnitzer sollen die sozialen Medien genutzt werden. "Im Kindergarten sollen in Zukunft Figuren aus Spanplatten den Zaun verzieren. Die Kinder können diese dann bemalen", schlug Müller vor. So könne man schon die Kleinen begeistern. Auch ein Schnupperkurs für die jüngste Generation werde ins Auge gefasst.

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