14.08.2017 - 16:38 Uhr
PleysteinOberpfalz

Sommerserenade der Stadt Pleystein Musik-Marathon

Jodler und Juchitzer aus Südtirol, fast schon antiquiertes deutsches Volksliedgut und volkstümliche Schlager verbunden mit einem Abstecher in sakrale Klänge: Bei der Sommerserenade bieten die Musiker den Besuchern ein rund fünfstündiges Mammutprogramm.

von Walter BeyerleinProfil

Frenetischer Beifall, unentwegte Rufe nach Zugabe, Standing Ovations und kräftig mitsingende Besucher machten die Serenade am Sonntag auch in diesem Jahr wieder zu einem Ereignis der Extraklasse. Bürgermeister Rainer Rewitzer verband seine Begrüßung in der Turnhalle der Zottbachtalschule mit dem Dank an die Helfer aus den unterschiedlichen Vereinen, um mit deren Unterstützung die Stadt wieder als guten Gastgeber darzustellen.

Nahtlos ging es zu Alex Pezzei mit seiner Steirischen als erstem Interpreten des Nachmittags über. Mit einem zünftigen "Boarischen" eröffnete er sein fast schon atemberaubendes Programm. Beim "Land Tirol", das er sang, um auch wieder über den Brenner fahren zu dürfen, wie er scherzhaft meinte, durften die Gäste einer Nationalhymne gleich aufstehen. Immer wieder band der Künstler das Publikum in seine Moderation ein, präsentierte eine eigene Komposition, aber auch Hits anderer bekannter Interpreten.

Brigitte Traeger erinnerte mit ihrem Lied vom "schönen Oberpfälzer Wald" an Josef Gillitzer. Bei der "Münze in der kleinen Hand" wischte sich mancher Besucher verstohlen eine Träne aus dem Auge. Der Text war für die Sängerin auch der Moment Geistlichen Rat Antony Soosai für sein Wirken zugunsten "Hoffnung für Menschen" zu danken.

Dann wechselte Traeger musikalisch zum "knallroten Gummiboot", um damit sprichwörtlich von der Bühne zu fahren und die Bretter für die "Stimmen der Berge" freizumachen. Im zweiten Teil sang die Lokalmatadorin ihre bekannten Hits vom "Weißen Mond von Maratonga", "Über Nacht wird alles anders" oder beschrieb die "Russischen Nächte". Zum Abschluss gab sie in der nahezu komplett stillen Turnhalle ohne Mikrofon den "Erzherzog-Johann-Jodler" zum Besten.

Die "Stimmen der Berge" mit Tenor Benjamin Grund als bekanntestem Mitglied übertrugen mit ihrem ersten Lied "Singen macht glücklich, Singen macht Spaß", diese positive Einstellung zu 100 Prozent auf die Besucher. Mitklatschen war fortan angesagt. In ihren beiden Programmteilen hatten die Künstler eine Vielzahl alter Volkslieder mitgebracht, die dem Publikum aus der eigenen Jugend bekannt waren.

Mit diesen Liedern hatten die "Stimmen der Berge" natürlich einige echte Joker dabei. Aber auch ihr "La Montanara" oder "La Pastorella" begeisterte die Besucher. In ihrer eigenen Moderation führten die Sänger die Gäste hin zum "zuhörenden Titel". Zum Schluss des zweiten Auftrittes wollten Beifall und Zugaberufe kein Ende nehmen.

Kurzum gab es von den Sängern ein Medley mehrerer bereits gehörter Songs. Als Dank für die Einladung holten sie spontan Bürgermeister Rewitzer auf die Bühne und gründeten kurzfristig mit dem Stadtoberhaupt ein Gesangssextett. Zum Abschluss luden die "Stimmen der Berge" auch Geistlichen Rat Antony Soosai auf die Bühne. Mit dem gemeinsam gesungenen Andachtsjodler von Annette Thoma verabschiedeten sich die Interpreten.

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