13.08.2014 - 00:00 Uhr
PleysteinOberpfalz

Bürgerin erstattet Anzeige gegen Landwirt - Verstöße gegen Tierschutzgesetz? Verfahren wegen toter Rehkitze

von Redaktion OnetzProfil

(nt/az) Drei Rehkitze sind im Juni in einem Feld in der Gemarkung Pleystein bei Mäharbeiten so schwer verletzt worden, dass sie nach Stunden der Qual starben beziehungsweise erlöst werden mussten.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hat der Vorfall nach einem Bericht in unserer Zeitung jetzt ein juristisches Nachspiel. Eine Bürgerin sah sich laut Polizei veranlasst, bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen den Landwirt zu erstatten. Nun prüft die zuständige Polizeidienststelle, inwieweit dem Landwirt Verstöße gegen das Tierschutzgesetz nachzuweisen sind. Zu klären sind unter anderem folgende Fragen: Konnte der Landwirt erkennen, dass sich in der Wiese junge Rehe befinden? Wurde der Jagdpächter vor dem Mähen informiert, damit dieser Maßnahmen treffen kann, um das Jungwild zu retten? Hat der Landwirt geprüft, ob er bei den Mäharbeiten Tiere verletzt hat? Bei Verstößen müsste der Landwirt mit einer erheblichen Strafe oder einem Bußgeld rechnen, wie aus bereits ergangenen Gerichtsurteilen zu sehen ist.

Die Polizei Vohenstrauß sucht derzeit eine Zeugin, die die klagenden Kitze gehört und den Jagdpächter verständigt hat.

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