Wer sucht, findet 16 kleine und große Gotteshäuser in und rund um Pleystein
Sakrale Kunst entdecken

Lokales
Pleystein
01.09.2014
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Das Grenzland prunkt nicht mit weltbekannten Sehenswürdigkeiten, sondern zeigt viele seiner Schätze nur dem, der geduldig danach sucht. In den Sommerwochen machen sich viele Wanderer auf den Weg zu diesen Kleinoden.

Zu den eindrucksvollsten Bauwerken gehören die oft prächtig ausgestatteten Kirchen und Kapellen. In der Pfarrgemeinde Pleystein gibt es 16 Gotteshäuser, die Eigentum der Pfarrei St. Sigismund oder städtischer beziehungsweise privater Besitz sind. Im Rosenquarzstädtchen selbst dominieren die neugotische Stadtpfarrkirche, erbaut von 1902 bis 1905, und die neubarocke Wallfahrtsstätte auf dem Kreuzberg. Nach dem Großbrand von 1901 wurde sie unter immensen Opfern der Bevölkerung sofort wieder aufgebaut.

Dorf hilft zusammen

In dieser Kreuzkirche ist die Rita-Kapelle integriert. Ein weiteres Schmuckkästchen ist die Friedhofskapelle von 1750, die dem heiligen Johann von Nepomuk geweiht ist. Mittelpunkt des Dorfes Spielhof ist die über 200-jährige Walburga-Kapelle mit einem wertvollen Inventar. Sie wird von der Dorfgemeinschaft in Schuss gehalten.

Im benachbarten Lohma fallen bei einem Besuch gleich zwei kleine Kirchen auf: zum einen die "Alte Kapelle" in unmittelbarer Nähe der Autobahn A 6 aus dem Jahr 1712, die in den siebziger Jahren von Grund auf renoviert worden ist. Zum anderen 100 Meter davon entfernt die "Neue Kapelle", errichtet von 1924 bis 1927. Hier finden regelmäßig Gottesdienste statt. Die sakralen Gebäude werden ebenfalls von der Dorfgemeinschaft betreut. In Vöslesrieth wurde 1966 die Dorfkapelle neu gebaut und 1967 eingeweiht. Auch dieses Kirchlein ist ein Blickfang. Arg herunter gekommen war nach dem Krieg die Kapelle in der einstigen Glasschleifer-Hochburg Hagenmühle an der Zott. 1980 erwarb Unternehmer Dieter Heinle das Areal. Er sanierte unter anderem auch das Gotteshaus. Im Umfeld von Pleystein befinden sich die weiteren kleinen Sakralbauten: Am Ortseingang in der Nähe des Sportplatzes steht seit 1922 die "Herrmann-Kapelle", erbaut von Anton Herrmann zum Dank für die glückliche Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg und vor zwei Jahren von der Gemeinde umfassend renoviert.

Schmuckstück im Kloster

Die Franken-Kapelle im Flurviertel Schwarzenbach wurde 1732 errichtet. Sie gehört seit 1787 der Familie Frank. Ein Werk von Gutsbesitzer Johann Haberstumpf ist die Peugenhammer-Kapelle an der Weggabelung zum Fahrenberg aus dem Jahr 1950. Sie wird nach ihrem Erbauer auch Haberstumpf-Kapelle genannt. Im Mittelpunkt steht hier das Altarbild mit der Darstellung "Unbefleckte Empfängnis Mariens".

Auch der Finkenhammer, aus welchem Bischof Michael Wittmann stammt, besitzt eine im 17. Jahrhundert erbaute Marienkapelle. Diese ist im ältesten Teil des Wohnhauses integriert. Letztendlich sind auch noch zwei Waldkirchlein zu nennen. Da ist die 1978/79 von Hermann Schneider im Hasenbühl errichtete Gedächtniskapelle. Aber auch die "Böllerten-Kapelle" ist attraktiver Ausflugsort. Diese hat ihren Standort unterhalb des Mitterberges und wurde von Adam Völkl, dem Großvater des jetzigen Besitzers Franz Völkl, gebaut. Wanderer verweilen an der Kapelle des Öfteren.

Schließlich kann auch das Elisabethenheim auf ein Kirchlein verweisen. Die Hauskapelle im ersten Stock des Schwesternklosters ist ebenfalls ein Schmuckstück.
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