Innenhof des Kreuzbergklosters erhält neuen Belag
Denkmalschutz pocht auf Granit

Einer Großbaustelle gleicht der Innenhof des Kreuzbergklosters. In der nächsten Stadtratssitzung sollen die Pflaster-Arbeiten nach den Vorstellungen des Landesamts für Denkmalpflege vergeben werden. Bild: bey
Politik
Pleystein
13.09.2017
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Bei der Auswahl des Oberflächenbelags für den Innenhof des Kreuzbergklosters hat das Landesamt für Denkmalpflege das Sagen. Kosten übernimmt diese Fachbehörde allerdings nicht. Die Stadt Pleystein muss nun teueres Granitpflaster statt preiswerter Betonsteine verwenden.

Stadtrat und Architekt Johann Sax nannte die Sanierung des Hofs eine Notwendigkeit mit Blick auf den Wasserablauf und den Gebäudeschutz. Dazu sei die Verlegung von Betonpflaster angedacht gewesen, berichtete Sax in der Sitzung des Stadtrats am Dienstag. Das Landesamt für Denkmalschutz habe gegen diese Gestaltung aber Einwendungen erhoben und die Verlegung von Kopfsteinpflaster verlangt. Die entstehenden Mehrkosten werde aber die Behörde nicht übernehmen, erklärte Sax.

Steine im Betonbett

Als Anschauungsobjekt hatte er zwei Granitsteine unterschiedlicher Größe und Oberflächen mitgebracht. Bei den kleinen Granitsteinen, 6 Zentimeter Kantenlänge belaufen sich die Materialkosten auf geschätzte 2200 Euro, bei den Steinen mit 17 Zentimeter Kantenlänge auf 4500 Euro. Die meisten Kosten aber verursache laut Architekt die Verlegung der Steine. Dazu ist als Untergrund im Innenhof des Kreuzbergklosters bereits eine Schottertragschicht vorhanden. Ein Betonbett soll die Festigkeit des Pflasters garantieren. Das Gremium einigte sich einstimmig darauf, unter dieser Vorgabe und gleichzeitig mit der Möglichkeit der Verwendung der Granitsteine in unterschiedlicher Größe, das Vorhaben auszuschreiben. Im Friedhof wird von der Frontseite der Leichenhalle links gesehen der Mittelteil dreier Urnenstelen errichtet. Damit wird es möglich werden, beidseits Urnenstelen in der gleichen Größe anzubauen.

Bauanträge genehmigt

In der Sitzung erteilten die Räte außerdem einstimmig das baurechtliche Einvernehmen zu den Anträgen von Florian und Veronika Hartwig zum Bau eines Wohnhauses mit Garage auf dem Grundstück, Bienenweg 7, und zum Antrag von Christoph Müllhofer für die Errichtung eines Stahlbalkons mit Treppenaufgang, Baugrundstück Altstadt 28. Vom Bebauungsplan "Messerpaint" der Stadt Vohenstrauß ist Pleystein nicht betroffen. Die Zustimmung erfolgte ebenfalls einstimmig.

Eine knappe Stunde trug Geschäftsleiter Günter Gschwindler die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zur Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung des Bebauungsplans "Industriegebiet Am Spatwerk" vor. Die Anregungen oder Einwendungen wurden meist zur Kenntnis genommen, oder, wenn es sich um formale Änderungen des Flächennutzungsplans handelte, entsprechend berücksichtigt. Der Flächennutzungsplan wird jetzt demnächst erneut ausgelegt.
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