12.10.2017 - 20:00 Uhr
PleysteinOberpfalz

Stadtrat Pleystein: Mehr Gewerbesteuer als geplant Kein Wlan am Marktplatz

verzichtet auf die Installation eines Wlan-Hotspots im Bereich des Marktplatzes. Bürgermeister Rainer Rewitzer nennt in der Sitzung des Stadtrats zwei Gründe.

von Walter BeyerleinProfil

Er zeigte die begrenzte Reichweite des Hotspots auf, dessen Standort das Rathaus gewesen wäre. Nachdem selbst das Laub der Bäume die Reichweite verringere und diese ansonsten überschaubar sei, war die Entscheidungsfindung klar. Das Gremium sprach sich einstimmig gegen die Anschaffung aus. Außerdem spielten finanzielle Gründe eine Rolle. Selbst bei Förderung durch den Freistaat hätte die Stadt die laufenden, nicht geringen Kosten selbst tragen müssen.

Beim weiteren Vorgehen zur Errichtung eines neuen Betriebsgebäudes für den Bauhof werden jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus je einem Fraktionsmitglied, einem oder zwei Bauhofarbeitern und einem Vertreter der Verwaltung, soll eine Bestandserhebung über die vorhandenen Räume bis zur nächsten Stadtratssitzung fertigen. Damit verspricht sich der Rathauschef eine Kostenersparung, weil damit die Hinzuziehung eines Fachbüros entfallen könne.

Steingasse umgestalten

Für die Naturparkförderung 2018 meldet die Stadt die Instandhaltung, Auffrischung und Erneuerung der Informationstafel am Glasschleifererweg an. Als Maßnahmen für die Städtebauförderung 2018 nennt die Kommune bei der Regierung der Oberpfalz die Marktplatzumgestaltung mit Leerstandsoffensive, die Umgestaltung der Steingasse und des Pfarrplatzes mit seinem Umfeld. Die Kosten werden im Antrag mit 200 000 Euro beziffert. Dieser Betrag muss auch im Haushaltsplan entsprechend berücksichtigt werden.

Geschäftsleiter Günter Gschwindler stellte den Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung 2016 vor. Daraus ist zu ersehen, dass der Verwaltungshaushalt, veranschlagt mit 4 534 336 Euro, mit 5 493 879 Euro abgeschlossen hat. Diese Erhöhung ergebe sich aus der Gewährung der Stabilisierungshilfe. Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei der Gewerbesteuer. Dem Haushaltsansatz von 354 798 Euro standen Einnahmen von 501 489 Euro gegenüber.

Plus an Gewerbesteuer

Der Bürgermeister sah sich darin bestätigt, mit der Ausweisung des Gewerbegebiets "Bremmhof" eine richtige Entscheidung getroffen zu haben. Erfreulich sei aber auch, dass strukturelle Veränderungen bei der Firma Leistritz dazu führen, auch von dort ein Plus an Gewerbesteuer erwarten zu können. Im Bereich der Investitionen können laut dem Geschäftsleiter wegen des Haushaltskonsolidierungskonzepts bis auf Weiteres nur begonnene Maßnahmen fortgeführt werden.

Der Stadt war es möglich, im vergangenen Jahr ihre Kredite zu senken. Dazu trugen ordentliche Tilgungsleistungen in Höhe von 243 562 Euro und eine außerordentliche Tilgung in Höhe von 731 000 Euro bei. Dennoch liegt die Pro-Kopf-Verschuldung mit 1258 Euro noch immer über dem vergleichbaren Landesdurchschnitt.

Per Foto bat Rewitzer das Gremium, einen Blick aufs Rathausdach zu werfen. Es bestehe kein Zweifel, dass hier Sanierungsmaßnahmen anstehen, meinte das Stadtoberhaupt. Die herabfallenden Teile seien der eindeutige Beweis dafür.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.