14.09.2017 - 15:52 Uhr
PleysteinOberpfalz

Stadtrat Pleystein sieht Mängel Friedhof soll aufblühen

Ob Beerdigungen im Pleysteiner Friedhof künftig teurer werden, entscheidet eine Neuberechnung der Gebühren bis 2021. Eine vorläufige Ermittlung der notwendigen Aufwendungen für die Anlage hat Kosten für die kommenden Jahre in Höhe von rund 150 000 Euro ergeben.

Die Benutzungsgebühren die Pleysteiner Bestattungseinrichtung müssen für die kommenden vier Jahre neu kalkuliert werden. Es wäre möglich, in der Leichenhalle (im Hintergrund) einen weiteren Raum für Bestattungen einzurichten. Die Lautsprecheranlage steht nicht auf dem Plan. Nach Meinung im Stadtrat kann die schlechte Übertragung im Friedhof auch an nicht mehr ausreichender Batteriekraft oder falscher Haltung des Mikrofons liegen. An der Leichenhalle sollen neue Stelen für Urnenbeisetzungen errichtet werden
von Walter BeyerleinProfil

Ergänzend dazu sollen aber noch Ausgaben für Bepflanzungen berücksichtigt werden. Für die Neuberechnung der Friedhofsgebühren bis 2021 ist es notwendig, die möglichen Aufwendungen zum Erhalt und zur Ausgestaltung der Gräberstätte zu erfassen. In der Stadtratssitzung am Dienstag kamen dazu die Zahlen auf den Tisch.

Stadtrat und Architekt Johann Sax hatte Ausgaben von insgesamt 150 000 Euro ermittelt. Diese Ausgaben verteilen sich in unterschiedlicher Höhe auf den Aussegnungsraum, die Friedhofskapelle, die zu errichtenden Urnenstelen, die Seitenwege vom Hauptweg weggehend, die Pflasterung vor der Leichenhalle und die Erneuerung der Friedhofsmauer.

Werner Ries beklagte die fehlende Begrünung des Friedhofs: "Schön ist anders." Bürgermeister Rainer Rewitzer stimmte der Kritik zu und räumte ein, dass "Leute Panik schieben, wenn sich auch nur ein Blatt im Friedhof bewegt". Die naturschutzfachliche Fachkraft im Landratsamt Neustadt/WN habe laut dem Stadtoberhaupt bereits Vorschläge für eine Bepflanzung des Gottesackers gemacht. Hier seien Magnolien als mögliche Bäume genannt worden, erklärte der Rathauschef.

Sax schlug vor, freie Gräberstellen als "Inseln" für eine Bepflanzung zu nutzen. Dem stimmte auch Herbert Stahl zu. Das Gremium einigte sich darauf, die geschätzten Kosten einschließlich der Aufwendungen für eine mögliche Bepflanzung dem für die Berechnung der Gebühren zuständigen Büro weiterzuleiten.

In den Anfragen prangerte Ludwig Putzer die Zustände am Kinderspielplatz beim ehemaligen BRK-Haus an. Der Bürgermeister sicherte zu, den Eigentümer der Anlage per Brief aufzufordern, die Mängel abzustellen.

Herbert Stahl beklagte sich über die Wahlwerbung am Ortseingang. Beim Jubiläum des Schützenvereins sei eine derartige Reklame von der Straßenbaubehörde abgelehnt worden. Hier tauche die Frage der Rechtsstaatlichkeit auf, meinte Stahl. Geschäftsleiter Günter Gschwindler erklärte, dass es für die Parteienwerbung bei Wahlen eine eigene Verordnung gebe, die entsprechende Regelungen enthalte.

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