14.03.2018 - 20:00 Uhr
Pleystein

Stadtrat Pleystein will Attraktivität des Freibads steigern Minigolf statt Boccia

Die Errichtung des Minigolfplatzes im Freibad ist in trockenen Tüchern. Der Stadtrat stimmt der Baumaßnahme, die vom Freibadförderverein finanziert wird, einhellig zu. Ein anderes Projekt muss noch warten.

von Walter BeyerleinProfil

Zum Thema Minigolfplatz sprach Bürgermeister Rainer Rewitzer nochmals die Fraktionssitzung im TSV-Sportheim an. Dort sei über die Verwendung der Einnahmen des Freibadfördervereins gesprochen worden. Einigkeit bestand darüber, dass es wenig Sinn mache, die Gelder des Freibadfördervereins für teure Technik zu verwenden, weil der Umfang der Sanierung des Freibads nicht klar sei, sagte Rewitzer.

Deshalb sei man übereingekommen, die Investitionen für eine Attraktivitätssteigerung des Freibads einzusetzen. Bei der Suche nach einem Platz habe sich die Örtlichkeit bei Bocciabahn und Basketballspielfeld als geeignet gezeigt. Stefan Kabitschke, Vorsitzender des Freibadfördervereins, stellte die geplante Minigolfanlage mit 18 Loch vor. Die Bahnen haben eine Länge von 4,40 Metern und einen Spielkreis von 1,20 Metern. Laut Kabitschke gebe es keinen Verlust von Liegeflächen. Bäume werfen einen natürlich Schatten auf die Bahnen. Außerdem habe der Bademeister den Minigolfplatz vom Bademeisterhaus aus im Auge. Die Anlage kostet einschließlich Montage 21 400 Euro.

Bis zum Saisonbeginn fertig

Die Stadt müsse noch die notwendigen Flächen herrichten. Die Fertigstellung der Anlage sei bis zur Eröffnung der Badesaison möglich. "Da kann man nicht dagegen sein", meinte Stefan Voit. Dieser Ansicht war auch das gesamte Gremium und stimmte dem Vorhaben zu, einschließlich der von der Stadt zu erbringenden Eigenleistungen. Der Bürgermeister dankte dem Freibadförderverein nochmals im Namen des Stadtrats.

Aufgeschoben, aber vielleicht doch nicht ganz aufgehoben, ist der Waldwegebau im Bereich "Waidhauser Holz" nahe der alten Bodenmühle. In einer Umfrage hatten sich drei Grundstückseigentümer gegen den neuen Waldweg ausgesprochen. Jetzt soll Forstamtmann Sebastian Höllerer eventuell eine neue Trasse finden, damit auch die Stadt Pleystein ihre Wälder bewirtschaften kann. In einer "kleinen Bürgerversammlung" im November hatte Höllerer für die Erschließung des Waldgebiets "Waidhauser Holz" nahe der alten Bodenmühle bei Burkhardsrieth zwei Varianten vorgestellt.

Das Stadtoberhaupt nannte damals die Wegebaumaßnahme die Möglichkeit, das Kapital der Grundstücke sinnvoll zu nutzen. Bei einer Umfrage lehnten drei Waldbesitzer das Vorhaben ab. Dies habe zur Folge, dass sich jeder Waldbesitzer um den bestehenden Teil des Wegs kümmern müsse, der an sein Grundstück angrenze, informierte Geschäftsleiter Günter Gschwindler.

Private Hintergründe

Josef Windirsch zeigte für die ablehnenden Haltungen kein Verständnis, weil damit eine Aufwertung der Grundstücke verbunden wäre. Herbert Stahl nannte die Ablehnungen nicht nachvollziehbar. Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang fand das "absolut bedauerlich". Der Rathauschef sieht eine Meinungsänderung seitens der Grundstückseigentümer für "eher aussichtslos", weil private Hintergründe eine Rolle bei der Entscheidung spielen.

Einig war sich das Greium darüber, dass ein Wegebau wünschenswert wäre, auch weil die Stadt selbst ihre eigenen Waldgrundstücke besser bewirtschaften könne. Deshalb soll Forstamtmann Höllerer eventuell eine neue Variante finden.

Bauanträge

Folgende Bauanträge erhielten grünes Licht: Peter und Manuela Pflaum zur Errichtung eines Schuppens auf dem Grundstück Bischof-Anzer-Straße 2 b, Renate Schmidt zum Bau eines Mehrfamilienhauses im Stadtgraben Ost 15, die Firma Bauer zum Bau einer Garage mit Werkstatt auf dem Grundstück Zengerhof 13 und Christoph Müllhofer zum Ausbau eines Abstellraumes mit Dachterrasse auf dem Grundstück Altstadt 30. (bey)

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