Beschlüsse des Pleysteiner Magistrats aus den Jahren 1917 und 1942
Von Donner bis Rahm

Diese "Original Fliegeraufnahme" zeigt Pleystein um 1942. Repro: tu
Vermischtes
Pleystein
07.01.2017
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Von einer Donnerkanone für 190 Mark bis hin zu Begleiterscheinungen des Dritten Reichs: Einige Beschlüsse des Pleysteiner Magistrats aus den Jahren 1917 und 1942 machen die Verhältnisse vor 100 sowie 75 Jahren verständlich.

In der Sitzung am 1. April 1917 beschlossen die Räte, den Schneidermeister Paul Strigl als Waagmeister aufzustellen und ihm ein Drittel der Waaggebühren zukommen zu lassen. Als magistratische Hilfskraft wurde die Sekretärstochter Kathi Hauser mit einem Gehalt von 60 Mark angestellt. In der Tagung am 19. Dezember 1917 entschied der Magistrat, dass die Elektrizitäts-Dreschgenossenschaft einen Gemeindegrund oberhalb des Stadels von Johann Hartwig bekommt. Außerdem kaufte die Stadt für 190 Mark eine Donnerkanone von der Firma Josef Wenig aus Pocking.

Die Sitzungen des Stadtrats vor 75 Jahren waren von den Begleiterscheinungen des Dritten Reichs geprägt. Im Protokoll der Zusammenkunft vom 21. April 1942 ist dokumentiert, dass gegen den Umbau der Wasserkraft-Turbinenanlage des Max Müllner Haus Nr. 5 im Berglerwerk keine Bedenken bestehen. Am 7. Juni 1942 wurde vereinbart, dass die Errichtung einer Rahmstation in Pleystein mit allen Mitteln zu fördern ist.

Für den verstorbenen Geistlichen Rat Anton Sterr wurde in Anbetracht seiner fast 20-jährigen Tätigkeit als Stadtpfarrer ein Grabplatz auf die Dauer von 40 Jahren kostenlos überlassen.

In der Niederschrift der Sitzung am 13. August 1942 heißt es, dass für die Errichtung einer Rahmstation das Anwesen Josef Friedl, Haus 20, ausersehen worden ist. Friedl vertauscht sein Anwesen mit dem von Max Müllhofer, der das Anwesen Watzka Haus 57 (Burggut) erwirbt.
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