11.06.2017 - 16:32 Uhr
PleysteinOberpfalz

Feuer in Vöslesrieth bei Pleystein Stall brennt nieder

Ein Feuer zerstört im knapp 100 Einwohner zählenden Dorf Vöslesrieth in der Nacht zum Samstag ein Stallgebäude samt Scheune auf einem seit längerer Zeit leerstehenden Hof. Warum das Gebäude ein Raub der Flammen geworden ist, ist derzeit ein Rätsel.

von Elisabeth DobmayerProfil

Pleystein/Vöslesrieth. (dob) Der Kriminaldauerdienst nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf. Die Vöslesriether Feuerwehrleute waren erst kurz zuvor von ihrem wöchentlichen Treffen vom Gerätehaus nach Hause gekommen, als sie alarmiert wurden. Ebenso waren einige Kräfte der Stützpunktwehr Vohenstrauß beim Beseitigen eines Baums über der Fahrbahn in Richtung Böhmischbruck unterwegs, nachdem vorher ein Gewittersturm über die Gegend gezogen war. Kurz nach 1 Uhr heulten in Pleystein die Sirenen und schreckten die Bürger auf.

115 Feuerwehrler im Einsatz

Schon von weitem war das lichterloh brennende 15 mal 30 Meter lange Gebäude auf der Anhöhe zu sehen. Durch das effiziente Eingreifen der Feuerwehren konnte das Ausbreiten des Feuers auf angrenzende Anwesen verhindert werden. Inmitten der kleinen Ortschaft brannte das rund 30 Jahre alte Stallgebäude eines geschlossenen Hofareals bis auf die Grundmauern nieder. Verschiedene ältere Geräte vom Miststreuer bis zu einem Traktor waren in dem Gebäude untergebracht. Zudem ein kleinerer Heustock, der dem Feuer Nahrung bot.

Das Haus auf dem sogenannten Greiner-Anwesen der Familie Völkl blieb vom Brand verschont. 115 Feuerwehrkräfte bekämpften den Brand und brachten ihn schnell unter Kontrolle. Während die Pleysteiner mit dem Wasserwerfer im Hofinneren zu Werke gingen, stellte sich die Stützpunktwehr aus Vohenstrauß mit der Drehleiter von der Straßenseite her auf.

Von der Zott aus legten die Einsatzkräfte zwei rund einen Kilometer lange Schlauchleitungen, die das Wasser über die steile Strecke lieferten. Um den Druck aufrecht zu erhalten, wurden mehrere Tragkraftpumpen dazwischengeschaltet. Außerdem wurden aus dem 80 Meter entfernten Löschteich Wasservorräte entnommen.

Ursache noch unklar

Die Feuerwehrkräfte aus Vöslesrieth, Pleystein, Vohenstrauß, Miesbrunn, Oberbernrieth, Lohma, Brünst, Neudorf und Georgenberg gaben ein strukturiertes Zusammenspiel ab, bei dem ein Rädchen ins andere griff. Außerdem wurden die Floriansjünger von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung Brand (UG ÖELB) aus Neustadt/WN alarmiert.

Die Führungskräfte mit Kreisbrandrat Richard Meier, Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer sowie die Kreisbrandmeister Martin Weig, Thomas Kleber und Christian Demleitner waren ebenfalls vor Ort, genauso wie das BRK-Rettungsteam mit Notarzt Werner Duschner und Einsatzleiter Marco Rappl, der die rund zwölf Einsatzleute koordinierte.

Nach einer Stunde rückten die ersten Brandschützer bereits wieder ab. Der Schaden liege im unteren sechsstelligen Bereich, informierte die Polizei. Innerhalb einer Woche ist es für die Beamten der Polizeiinspektion Vohenstrauß nach der Brennstoffhandlung in Hochdorf bei Pirk der zweite größere Brand mit unbekannter Ursache.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.