16.03.2018 - 20:10 Uhr
Pleystein

Intervire mit Pleysteiner Dr. Benjamin Auer Zusammenarbeit mit OTH intensivieren

(exb) Dr. Benjamin Auer hat 2008 sein Studium an der OTH Amberg-Weiden mit Auszeichnung beendet. Nun wird er als erster Absolvent der OTH Universitätsprofessor (wir berichteten). Ab 1. April besetzt der 34-jährige Pleysteiner einen Lehrstuhl an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Im Interview spricht er über die Schwerpunkte seiner Arbeit

von Externer BeitragProfil

Vor zehn Jahren schlossen Sie Ihr BWL-Studium ab, nun werden Sie Professor. Wurden die Grundlagen für diesen Erfolg bereits in der OTH Amberg-Weiden gelegt?

Benjamin Auer: Ich stellte an der OTH Amberg-Weiden sehr schnell fest, dass mich vor allem die quantitativen Bereiche der Betriebswirtschaftslehre interessieren, also Mathematik, Statistik, Volkswirtschaft, Finanzen und Methodenlehre. Mit Franz Seitz und Horst Rottmann traf ich auf zwei Professoren, die auf diesen Gebieten hochkompetent und publikationsstark sind.

Von ihrem Wissen und ihrer Erfahrung profitierte ich enorm. Außerdem lernte ich von ihnen, präzise und gründlich zu arbeiten. Da gab es keine halben Sachen. Entweder richtig oder gar nicht. Das prägt mich bis heute.

2011 promovierten Sie mit summa cum laude, 2016 folgte die Habilitation für Betriebswirtschaftslehre. Ist da der Weg zum eigenen Lehrstuhl vorgezeichnet?

Nicht unbedingt. Auf einen Lehrstuhl kommen durchschnittlich 100 Bewerber. Der Konkurrenzdruck ist enorm. Und die Zeit vergeht. Manchmal war ich kurz vor dem Aufgeben und dachte mir: "Das wird nichts mehr." Professor Rottmann und ich haben in dieser Zeit viel telefoniert. In den Gesprächen hat er mir Mut gemacht: "Du bist noch jung. Du schaffst das!"

Und er behielt Recht. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?

Zum einen konnte ich mich durch zahlreiche Forschungsarbeiten als Wissenschaftler profilieren und Anerkennung in der Wissenschaftsszene finden. Zum anderen gelang es mir mit Erfolg, Forschungsanträge zu stellen und Drittmittel zu akquirieren. Diese beiden Aspekte sind generell in Berufungsverfahren entscheidend. Darüber hinaus konnte ich sicher auch mit meinen beiden Lehrbüchern punkten - denn so etwas können die wenigsten unberufenen Mitbewerber vorweisen.

Wo setzen Sie die Schwerpunkte in Forschung und Lehre?

Meine Forschungsschwerpunkte liegen im Investment- und Risikomanagement, also in der Bewertung, Planung und Kontrolle von Kapitalanlagen institutioneller Investoren wie Banken oder Versicherungen. Ein spannendes Thema, vor allem für die Praxis. Denn die Ergebnisse ermöglichen es unter anderem, Investmentfonds einzurichten und zu managen.

Diese anwendungsorientierte Forschung möchte ich auch in die Lehre einbringen. Nicht zuletzt, weil ich an der OTH Amberg-Weiden selbst von den praxisnahen Lehrveranstaltungen profitiert habe, in denen aktuelle Forschungsergebnisse eingebracht und diskutiert wurden.

Werden Sie als Professor noch Zeit haben, mit Professor Rottmann und der OTH Amberg-Weiden zusammenzuarbeiten?

Wir werden die Zusammenarbeit sogar noch intensivieren. Auch in diesem Jahr arbeiten wir wieder an spannenden Forschungsthemen. Außerdem werden wir bei Promotionen kooperieren und sehr gute Kandidatinnen und Kandidaten der OTH Amberg-Weiden auf dem Weg zum Doktortitel unterstützen. Möglich sind auch gemeinsame Lehrveranstaltungen, Forschungsvorträge und vieles mehr. Ich bleibe der OTH Amberg-Weiden auf jeden Fall verbunden.

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Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/1823993

Auf einen Lehrstuhl kommen durchschnittlich 100 Bewerber. Der Konkurrenzdruck ist enorm.Benjamin Auer

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