Jahrestreffen der Pleysteiner Fußwallfahrer
Kein Weg ist ihnen zu weit

Anton Pöpperl und Hans Kick (Dritter und Vierter von links) sind schon seit Jahrzehnten bei der Fußwallfahrt nach Altötting dabei. Dazu gratulierten (von links) Stadtpfarrer Pater Hans Ring, Diözesan-Pilgerführer Bernhard Meiler, Pilgerleiter Johann Walbrunn, Pater Reinhold Schmitt und Bürgermeister Rainer Rewitzer. Bild: tu
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Pleystein
11.01.2017
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Seit 1977 gehört das Jahrestreffen der Pleysteiner Fußwallfahrer in den ersten Tagen des Januars zum festen Bestandteil im Programm der Pilgerschar. Leiter Johann Walbrunn hieß am Sonntag zum 40-jährigen Bestehen unter den 30 Wallfahrerfreunden im Gasthaus Völkl auch einige Ehrengäste willkommen. Er betonte, dass sich Pfarrangehörige aus der Pfarrei Pleystein seit nunmehr 49 Jahren (Infokasten ) an der Diözesanfußwallfahrt von Regensburg nach Altötting beteiligen.

Walbrunn erinnerte unter anderem an die Teilnahme an den Fußwallfahrten von Regensburg nach Altötting und nach Maria Kulm 2016. Die Gemeinschaft war beide Male stark vertreten. Weiter nannte er die Teilnahme an den Bittgängen sowie an der Flurprozession in der Pfarrei und an die Präsenz bei der Enzenriether Fußwallfahrt nach Pleystein und bei der Fußwallfahrt von Waidhaus nach Bor in Tschechien. "Es lohnt sich immer wieder, dass wir uns auf den Weg machen. Wallfahren ist uns Wegweiser, macht Mut, gibt Halt, ist Austausch untereinander, ist eine persönliche und gemeinsame Glaubenserfahrung", betonte Walbrunn.

Höhepunkt der Zusammenkunft war die Ehrung von zwei Pilgerjubilaren. Diözesan-Pilgerführer Bernhard Meiler aus Luhe-Wildenau ("Unser Wallfahrerjahr geht über 365 Tage") überreichte an Anton Pöpperl aus Pleystein für 40 Mal Fußwallfahrt nach Altötting die goldene Anstecknadel mit Gnadenbild, eine Madonna und die Dankurkunde. Ein Buchpräsent für 20-malige Teilnahme sowie eine Urkunde erhielt Hans Kick.

"Großartige Arbeit"

Meiler übermittelte die Grüße der "Bischöflichen Administration der heiligen Kapelle zur Gnadenstatue unserer lieben Frau von Altötting". Er würdigte "die großartige Arbeit von Walbrunn und seinem Team" und zeigte sich beeindruckt von der Feierstunde. Er informierte über Neuerungen bei der im Juni anstehenden 188. Regensburger Fußwallfahrt.

Stadtpfarrer Pater Hans Ring lobte den Einsatz der Wallfahrergruppe für den Glauben. Bürgermeister Rainer Rewitzer, selber aktiver Fußwallfahrer, würdigte das Engagement der Pilgerfreunde das ganze Jahr über. Das Rahmenprogramm bestritten neben Johann Walbrunn noch Maria Kick, Ludwig und Helene Putzer sowie Karl und Christa Putzer.

Pionier der Pleysteiner Fußwallfahrer1968 machte sich Josef Meier (1929 bis 1991) als erster Pleysteiner mit auf den strapazenreichen 110 Kilometer langen Marsch von der Bezirkshauptstadt an der Donau zum oberbayerischen Marienheiligtum am Inn. Er war von dieser Pilgertour so begeistert, dass er nach seiner Rückkehr im Freundeskreis nachhaltig Werbung für diese Veranstaltung machte. Von Jahr zu Jahr steigerte sich die Anzahl der Teilnehmer aus der Rosenquarzstadt.

1979 setzten zudem fünf Pleysteiner ein seit längerem geplantes Projekt in die Tat um. Pilgerleiter Meier und Josef Rewitzer, Anton Pöpperl, Heiner Rewitzer sowie Helmut Rewitzer machten sich damals am Montag vor Pfingsten um 5 Uhr früh von Pleystein aus auf den Weg nach Altötting. Der 220 Kilometer weite Weg beinhaltete die Stationen Rötz, Zinzenzell, Feldkirchen, Martinsbuch, Mengkofen, Dingolfing, Massing und Altötting. In Dingolfing reihte sich die kleine Schar am Freitagfrüh in den imposanten Regensburger Pilgerzug ein. (tu)
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