11.09.2017 - 15:12 Uhr
PleysteinOberpfalz

Pater Reinhold Schmitt feiert 85. Geburtstag Seelsorger mit viel Herz

Zwei Tage feiert Pater Reinhold Schmitt mit Gästen aus seiner früheren Pfarrei Haßfurt und den Pleysteinern 85. Geburtstag. Eine Welle der Sympathie erreicht den Jubilar, dessen Verdienste um seine frühere Pfarrei am Main dank seiner Bescheidenheit und Zurückhaltung kaum bekannt sind.

In der Messe am Sonntag in der Stadtpfarrkirche gratulierten Pfarrgemeinderatssprecher Andreas Meier, Kirchenvorsteher Hans Helgert (von links), Bürgermeister Rainer Rewitzer und Stadtpfarrer Pater Hans Ring (von rechts) Pater Reinhold Schmitt (Mitte) zum 85. Geburtstag. Bilder: bey (2)
von Walter BeyerleinProfil

Haßfurts Bürgermeister Günther Werner wünschte sich für jede Pfarrei einen Geistlichen wie seinen Ehrenbürger Pater Schmitt. Sein Pleysteiner Kollege Rainer Rewitzer versicherte dem Jubilar, den Menschen im Gespräch oder Gottesdienst wertvolle Erfahrungen aus dem Leben mitzugeben. Stadtpfarrer Pater Hans Ring bescheinigte Pater Schmitt, sich einem Apostel gleich in der Entsendung zu den Menschen die Erfüllung seines Lebens gefunden zu haben.

Am Samstagvormittag feierte der Pater seinen Jubeltag zunächst in der Kreuzbergkirche in einem Gottesdienst mit zahlreichen Gläubigen aus seiner ehemaligen Pfarreigemeinschaft Haßfurt. Aus den Ansprachen der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden der Pfarrei St. Kilian, Elisabeth Graßer, der Vorsitzenden des Katholischen Frauenbunds Haßfurt, Petra Frosch und der Chefin des Katholischen Frauenbunds Unterhohenried, Elfriede Lutz, wurde die Wertschätzung, die ehrliche Umgangsweise und die große Beliebtheit Pater Schmitts an seiner langjährigen Wirkungsstätte deutlich. Haßfurts Bürgermeister hob hervor, dass die Herzlichkeit des Geistlichen in Verbindung mit dessen Unkompliziertheit im Umgang mit den Menschen, unvergessen bleibt.

Schmitt habe es verstanden, den Menschen Trost zu spenden sowie umgekehrt Freude zu bereiten und zu verkünden: "Sie waren für uns Haßfurter ein Seelsorger geprägt von tiefer Nächstenliebe." Einen solchen Geistlichen könne sich jede Pfarrgemeinde nur wünschen. Ausführlich listete Werner die bleibenden Verdienste Schmitts bei kirchlichen Baumaßnahmen, besonders bei der Errichtung von Kindergärten, auf. "Was Sie für Haßfurt in der Vergangenheit geleistet haben, ist immer noch gegenwärtig." Die Stadt sei noch heute stolz darauf, Schmitt zum Ehrenbürger ernannt zu haben, betonte der Bürgermeister. Als Geschenk überreichte er den ersten Stich einer neuen Serie eines Haßfurter Künstlers. Diakon Manfred Griebl verdankt seinen kirchlichen Weg dem Ruf Pater Schmitts und fand dafür ebenfalls herzliche Dankesworte.

In der sehr gut besuchten Messe am Sonntagvormittag in der Stadtpfarrkirche St. Sigismund nahm Stadtpfarrer Pater Ring einen Text mit der Überschrift "Zehn wichtige Zutaten für ein persönliches Glück" zur Grundlage seiner Ansprache. "Lieber Reinhold, du würzt dein Leben mit diesen Zutaten", meinte der Geistliche und nannte dazu beispielsweise die Pflege der Beziehungen, die Stärkung der Selbstachtung, sich selbst des eigenen Glückes Schmied zu nennen oder eine optimistische Sichtweise zu trainieren.

Große Dankbarkeit

Ausdrücklich hob der Stadtpfarrer hervor, dass Dankbarkeit im Leben Schmitts eine erhebliche Rolle spiele. Dazu gehöre beim Jubilar auch, die Aufgabe des Bildhauerberufs nicht als Verlust zu sehen, sondern mit Dankbarkeit zurückblicken, weil der Dienst als Ordenschrist und Priester ihm in seinem Leben alles gegeben habe. Bürgermeister Rewitzer gratulierte einem "bemerkenswerten Menschen", der seit neun Jahren in den Gottesdiensten mit seinen Worten den Menschen immer wichtige Erfahrungen aus seinem Leben mit nach Hause gebe.

Unermüdliche Präsenz

Kirchenvorsteher Hans Helgert bescheinigte Schmitt, dass Liebe, gegeben und empfangen, in seinem Leben eine große Rolle gespielt habe. Dies zeige sich bei seinen Erzählungen über die eigenen Eltern, über Gott, die Heimat und die Mitmenschen. Als ganz besonderen Wunsch legte Helgert dem Jubilar nahe, auch einmal "Nein" sagen zu können, sich die Kraft einzuteilen und immer auf sich zu achten. Pfarrgemeinderatssprecher Andreas Meier lobte die unermüdliche Präsenz des Jubilars gegenüber den Gläubigen. Die Begriffe "Ruhestand" oder "Vorruhestand" seien Pater Schmitt fremd, sagte Meier. "Sie begleiten unsere Seelsorgeeinheit durch das Leben und sind ein ruhender Pol für uns."

Beim anschließenden Empfang in der Unterkirche standen die Gratulanten Schlange. Mit dabei war auch Altbürgermeister Rudi Eck aus Haßfurt, der "seinem Pfarrer" mit herzlichen Worten gratulierte.

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