23.05.2017 - 16:16 Uhr
PleysteinOberpfalz

Pleysteiner EnergiePlattform Energiemix weiter voranbringen

Die Pleysteiner "EnergiePlattform" ist auf einem guten Weg. In der Generalversammlung spart Geschäftsführer Hubert Burger allerdings nicht mit Kritik.

Mit vorzüglichen Bilanzen für 2016 warteten Hubert Burger (Sechster von links) und Hans Helgert (rechts), die Manager der Sonnenstrom-Gesellschaften Pleystein und Waidhaus, auf. In der Generalversammlung wählten die Mitglieder der "EnergiePlattform" außerdem eine neue Führungsriege. Bild: tu
von Autor TUProfil

"Die Stromversorgung in Deutschland wird Jahr für Jahr grüner, und der Beitrag der erneuerbaren Energien wächst beständig. 2016 haben die erneuerbaren Energiequellen bereits 29 Prozent zur Bruttostromerzeugung, also der insgesamt in Deutschland erzeugten Strommenge beigetragen", sagte Burger in der Zusammenkunft bei "Zoigl-Voit". Er und sein Managerkollege Hans Helgert warteten mit erfreulichen Bilanzen auf.

Die Mitglieder sowie die Gesellschafter der "Sonnenstrom Pleystein GdbR" und der "Sonnenstrom Waidhaus GdbR" waren mit den Zahlen rundum zufrieden, fiel doch die Gewinnermittlung der Gemeinschaftsphotovoltaikanlage auf dem Dach der Pleysteiner Sporthalle und auf den Dächern der Grundschule sowie des Pfarrstadls in Waidhaus für 2016 erneut überaus positiv aus.

Paradigmenwechsel

Burger betonte aber auch, dass das Erneuerbare Energiegesetz (EEG) die nächste Phase der Energiewende einläutet. Die Vergütung des erneuerbaren Stroms wird nicht wie bisher staatlich festgelegt, sondern grundsätzlich durch Ausschreibungen am Markt ermittelt - ein Paradigmenwechsel bei der Förderung der erneuerbaren Energien.

"Nicht voran kommt in Deutschland die erneuerbare Energie im Verkehr, die Elektromobilität. Bundeskanzlerin Merkel muss die gesetzten Ziele streichen. Die Prämie von 4000 Euro ist ein Flop. Eon, RWE, Vattenfall und EnBW leiden unter den erneuerbaren Energien. Sie haben den Anschluss verpasst und müssen jetzt teuer nachsteuern", monierte Burger.

Zum Betriebsjahr 2016 von "Sonnenstrom Pleystein" sagte er als deren Geschäftsführer, dass das Vorzeigeprojekt auf dem Sporthallendach mit 224 Kollektoren auf 284 Quadratmetern Fläche und einer Leistung von 35,6 kW(p) einmal mehr ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielt habe. Die Pilot-Anlage am Ortseingang arbeite seit dem Start in 2003 ohne Probleme. In den vergangenen zwölf Monaten seien 28 289 kWh sauberer Sonnenstrom in das Netz der Eon eingespeist worden.

Die Bayernwerke hätten auf das Konto der "Sonnenstrom Pleystein" 18 020 Euro netto überwiesen. Seit Inbetriebnahme vor 14 Jahren seien 408 356 kWh erzeugt und eingespeist worden. Das Ergebnis 2016 werde als Ertragsausschüttung ausbezahlt. Bei 315 Anteilen und aktuell 66 Gesellschaftern ergeben sich 34,37 Euro pro Anteil einschließlich 25 Euro Tilgung. Dies entspreche einer Rendite von 4,68 Prozent, bezogen auf den Anteilswert von 500 Euro abzüglich bereits geleisteter Tilgungen.

Für Schönauer-Kunden gebe es keine Sonderausschüttung mehr, da die Förderung nach elf Jahren ausgelaufen sei. "Wir befinden uns weiter auf einem erfolgreichen Weg. Die Erwartungen wurden bislang mehr als erfüllt. Ein dickes Lob verdienen nicht zuletzt unsere Webmaster Peter Friedl und Volker Schemberg, die unsere Homepage auf dem aktuellsten Stand halten."

Außerdem einigten sich die Teilnehmer, die Fernüberwachung der Anlage auf dem Schulturnhallendach zu erneuern. Die Firma Herbert Stahl übernimmt den Auftrag. Für die am 21. Januar 2005 ins Leben gerufene "Sonnenstrom Waidhaus GdbR" stellte geschäftsführender Gesellschafter Helgert die Abrechnung vor und gab einen Überblick über die zwölf Jahre seit Inbetriebnahme. Das Waidhauser Sonnenwerk mit einer Anlagengröße von 38,95 kW(p) arbeitete zur vollen Zufriedenheit. So können an die Gesellschafter heuer pro Anteil 47,56 Euro einschließlich 25 Euro Tilgung ausgeschüttet werden (Rendite: 4,68 Prozent).

"Keine Alternative"

Insgesamt seien 36 068 kW(p) eingespeist, seit der Inbetriebnahme 403 620 kWh Strom erzeugt und somit etwa 262 363 Kilogramm Kohlenstoffdioxid gespart worden. "Politik und Wirtschaft müssen noch nachhaltiger Hand und Hand gehen, um den Energiemix weiter voranzubringen. Es gibt zur Umwandlung der Energieversorgung von fossilen auf regenerative Brennstoffe keine Alternative", schloss Helgert.

Die Neuwahlen brachten folgendes Resultat. Vorsitzender Burger und Stellvertreter Helgert wurden bestätigt. Die Kasse verwaltet weiterhin Norbert Griesbacher. Schriftführer ist Volker Schemberg. Die Kasse prüfen Hans Müllhofer und Renate Helgert. Beisitzer sind Hans Schmidkonz, Herbert Stahl, Wilhelm Krisch, Peter Kleber sowie Peter Friedl.

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