08.01.2018 - 20:00 Uhr
PleysteinOberpfalz

Pleysteiner Fußwallfahrer "Wallfahren macht Mut"

Seit 50 Jahren sind Pleysteiner bei der Fußwallfahrt von Regensburg nach Altötting dabei. Ein Pilger nahm zum Start eine Hauptrolle ein.

von Autor TUProfil

Das Jahrestreffen der Pleysteiner Fußwallfahrer ist seit 1977 in den ersten Tagen des Januars. So begrüßte Leiter Johann Walbrunn am Sonntag unter den 30 Wallfahrerfreunde im Gasthaus Völkl auch einige Ehrengäste.

Er betonte, dass sich Gläubige aus der Pfarrei Pleystein seit 50 Jahren an der Diözesanfußwallfahrt beteiligen würden. 1968 machte sich Josef Meier (1929 bis 1991) als erster Pleysteiner mit auf den strapazenreichen 110 Kilometer langen Marsch von der Bezirkshauptstadt an der Donau zum oberbayerischen Marienheiligtum am Inn. Er war so begeistert, dass er nach seiner Rückkehr im Freundes- und Bekanntenkreis nachhaltig Werbung für diese Veranstaltung machte. Von Jahr zu Jahr steigerte sich die Anzahl der Teilnehmer aus der Rosenquarzstadt und dem Umland.

1979 setzten zudem fünf Pleysteiner ein seit längerem geplantes Projekt in die Tat um. Pilgerleiter Meier und seine Kameraden Josef Rewitzer, Anton Pöpperl, Heiner Rewitzer sowie Helmut Rewitzer machten sich damals am Montag vor Pfingsten um 5 Uhr von Pleystein aus auf den Weg nach Altötting. Die 220 Kilometer weite Pilgertour beinhaltete die Stationen Rötz, Zinzenzell, Feldkirchen, Martinsbuch, Mengkofen, Dingolfing, Massing und Altötting. In Dingolfing reihte sich die kleine Schar am Freitagfrüh in den imposanten Regensburger Pilgerzug ein.

Walbrunn erinnerte an die Teilnahme an den Bittgängen, an der Flurprozession in der Pfarrei sowie an die Präsenz bei der Enzenriether Fußwallfahrt nach Pleystein und bei der Fußwallfahrt von Waidhaus nach Bor in Tschechien. "Es lohnt sich immer wieder, dass wir uns auf den Weg machen. Wallfahren ist uns Wegweiser, macht Mut, gibt Halt, ist Austausch untereinander, ist eine persönliche und gemeinsame Glaubenserfahrung", betonte der Redner. Chronist Anton Pöpperl stellte die von ihm verfasste Jahresübersicht 2017 über die Aktivitäten der Fußwallfahrer in Wort und Bild vor.

Stadtpfarrer Pater Hans Ring lobte den Einsatz der Wallfahrergruppe für den Glauben und stellte die Gotterfahrung sowie das Gemeinschaftserlebnis, die so eine Pilgerschaft mit sich bringen würden, heraus. Auch die Heiligen Drei Könige seien seinerzeit auf pilgender Wanderschaft gewesen. Bürgermeister Rainer Rewitzer würdigte das Engagement der Pilgerfreunde das ganze Jahr über. Das Rahmenprogramm bestritten neben Walbrunn noch Ludwig und Helene Putzer, Michael Zehent sowie Karl Putzer.

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