Rund 8000 Gäste beim Gaudiwurm
Pleystein hebt ab

Vermischtes
Pleystein
12.02.2018
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Die Flugbegleiter der Air Berlin legen beim Faschingszug in Pleystein eine Punktlandung hin. Passend dazu nimmt ein Bob Fahrt auf.

"Running Chickens", ein Prinzenwagen in den zuletzt viel gehandelten Jamaika-Farben als Hommage an die Olympischen Winterspiele und einen Bienenschwarm, der ohne Glyphosat noch munter umherschwirrte: der Faschingsumzug bot rund 8000 Besuchern wieder ein einmaliges Erlebnis.

Nach der Schlussrunde um den Kreuzberg vermischte sich das Konfetti aus der Kanone auf dem Pulverturm mit den immer mehr werdenden Schneeflocken. In mehreren Reihen standen die Zuschauer vor allem beidseits entlang des Marktplatzes. Altbürgermeister Johann Walbrunn führte mit der Stadtkapelle Pleystein den Gaudiwurm an. 42 Gruppen, darunter 13 Motivwagen, hatten sich in der Vohenstraußer Straße abmarschbereit gemacht. Nach den "Harlekins" kam die "Bibershofer Zirkusschar" mit friedlich vereinten Tieren aller Art und einem Mini-Zirkuszelt.

Die Miesbrunner Dorfgemeinschaft fuhr per Zug vor. Sie brachten eine Puppenkiste mit, die aber für die reiferen "Püppchen" gedacht war. Die Legowelten begleiteten recht lebendige Figuren in prächtigen Kostümen. Furchteinflößend waren die Perchten aus Pfreimd, die sich "Waldteufel" nennen. Die Fußgruppe "Schweigen ist Gold" machte ihrem Namen Ehre und sparte sich mit dem Hochheben des Schildes "Pulver" sogar den üblichen Faschingsruf. Die "Woldviecher" hatten den Weg aus Neudorf gefunden.

Eine Augenweide war der Motivwagen zum Thema Glyphosat. Auf dem Karussell drehten Biene Majas fast über den Köpfen der Zuschauer ihre Runden, während sozusagen der Landwirt am Boden Glyphosat verteilte und alles unter Rauch setzte. Ein Hingucker war die Fußgruppe, die sich mit dem Niedergang der Air Berlin befasste. Da durften Plastikflieger an den Stangen angebunden ihre Kreise drehen, während die Flugbegleiter mit den Rollenkoffern hinterher fuhren. Aber auch Drinks zur eigenen Stärkung und die der Zuschauer durften nicht fehlen.

Erstmals dabei waren die Panzerknacker aus Tännesberg und das Flossenbürger Gefängnis. Der Musikverein Waidhaus und die "Jesse James Big Band" ergänzten mit vielen weiteren Gruppen den Gaudiwurm. Nach dessen Rückkehr auf den Rathausplatz herrschte kaum noch ein Durchkommen. Viele Gäste waren überzeugt, dass heuer noch mehr Publikum dabei war als im Vorjahr.
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